Sowohl der Krypto-Markt als auch die traditionellen Finanzmärkte haben in den letzten Wochen erheblich zu kämpfen gehabt. Laut der Deutschen Bank ist diese Phase der Unruhe noch lange nicht vorbei. Investoren müssen sich vorbereiten: Die jüngste Erholung an den Börsen scheint nur vorübergehend, und neue Turbulenzen lauern bereits.
Zunehmende Unruhe durch den Handelskrieg
Die Deutsche Bank sieht dunkle Wolken über der Wall Street und warnt, dass amerikanische Aktien weiter unter Druck geraten werden durch die anhaltende Unsicherheit rund um den Handelskrieg.
Hauptstratege Binky Chadha erklärt, dass der Verkaufsdruck noch nicht vorbei ist und erwartet, dass die wechselseitigen Importzölle ab dem 2. April die Finanzmärkte weiter erschüttern werden.
Laut der Deutschen Bank müssen Investoren kurzfristig nicht mit einer Verbesserung rechnen. Die Bank erwartet nicht, dass Präsident Trump seine Handelspolitik schnell lockern wird. Trump hält an seiner Politik fest, solange seine Popularitätswerte relativ hoch bleiben, trotz wachsender Unruhe auf den Märkten.
Chadha erklärt:
„Trumps Popularität ist derzeit hoch im Vergleich zum Verbrauchervertrauen, was die Abwärtsrisiken für die Märkte nur vergrößert.“
S&P 500 könnte um mehr als 7 % fallen
Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit prognostiziert die Deutsche Bank, dass der US-amerikanische S&P 500-Index erheblich fallen könnte. Der Index könnte laut der Bank auf 5.250 Punkte sinken, was einen Verlust von mehr als 7 % im Vergleich zum aktuellen Niveau von 5.660 Punkten bedeutet. Wichtige Ursachen sind das sinkende Verbrauchervertrauen und die wachsende Angst vor einer bevorstehenden Rezession.
Unternehmen bereiten sich bereits auf schwierigere Zeiten vor. Aus den jüngsten Quartalszahlen geht hervor, dass CEOs ihre Erwartungen dämpfen, Kosten senken und Gewinnprognosen korrigieren. Dies verstärkt nur das Bild eines anfälligen Marktes.
Langfristiger Optimismus bleibt bestehen
Trotz der Sorgen über die kurzfristige Entwicklung bleibt die Deutsche Bank langfristig positiv hinsichtlich einer Erholung. Zuvor hatte die Bank prognostiziert, dass der S&P 500 bis zum Ende dieses Jahres auf 7.000 Punkte steigen könnte, was einen Anstieg von fast 24 % bedeutet.
Chadha betont daher, dass es zu früh ist, pessimistisch zu werden:
„Es ist zu früh, das Handtuch zu werfen. Investoren sollten sich auf Volatilität einstellen, aber eine Erholung bleibt langfristig ein realistisches Szenario.“
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