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Wenn wir den Daten von Glassnode glauben dürfen, dann war das Halten von Bitcoin noch nie so populär. Dies ist natürlich ein potenziell bullisches Signal für den Kurs. Die Menge an Bitcoin, die mindestens ein Jahr lang an derselben Adresse liegt, ist auf 68 Prozent gestiegen, während mehr als 55 Prozent schon seit zwei Jahren am selben Ort liegen und 40 Prozent sogar drei Jahre oder länger.

Es ist schwierig, diese Art von Daten nicht als bullisch für den Bitcoin-Kurs zu interpretieren.
Man könnte erwarten, dass das gleiche Hodl-Verhalten auch auf anderen Märkten sichtbar ist. Beispielsweise auf dem Aktienmarkt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Während Bitcoin immer länger an den gleichen Adressen verweilt, scheint das Hodl-Verhalten unter den Aktieninhabern abzunehmen.
Was Bitcoin betrifft, so meint Sean Farrell von FundStrat, dass das langfristige Halten von Bitcoin immer populärer wird. Die Ausnahme ist, wenn der Hype auf dem Markt zunimmt und Investoren, die während des Bärenmarkts eingekauft haben, ihre Stacks für gigantische Gewinne verkaufen können.
„Der Trend ist bisher bullish in dem Sinne, dass die Kurse der Zyklusentwicklung voraus sind. Jeder Zweifel bei Langzeitinvestoren, zu verkaufen, könnte in einen Mini-Supply-Squeeze resultieren“, so Farrell.
Von einem Supply-Squeeze sprechen wir, wenn es zu wenig Bitcoin gibt und der Kurs dadurch einen starken Aufschwung erlebt. Dies ist also vor allem eine bullish Entwicklung für Bitcoin.
Die Anzahl der Bitcoin in den Händen von Langzeit-Investoren ist mit dem aktuellen Stand von 14,46 Millionen Münzen auch auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Das bedeutet, dass etwa fünf Millionen der insgesamt 19,3 Millionen Bitcoin nicht in den Händen von Investoren sind, die hauptsächlich auf lange Sicht investieren.

In den Daten sehen wir deutlich, dass die Armee der Hodler wächst, was vor allem langfristig ein positives Signal ist. Kurzfristig ist es oft schwierig, den Kursverlauf von Bitcoin auf Basis solcher Daten vorherzusagen.
Es gibt nämlich so viele Faktoren, die den Verlauf des Bitcoin-Kurses beeinflussen. Dass immer mehr Menschen sich dafür entscheiden, zu hodln statt aktiv mit Bitcoin zu handeln, zeigt auch der Liveliness-Indikator von Glassnode.
Dieser misst, inwieweit alle Bitcoin ‚leben‘, und dieser Indikator ist auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2020 gefallen. Meistens ist dies ein Zeichen dafür, dass Investoren langfristig einsteigen und auf bessere Zeiten warten.
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