Cryptohackers und Online-Betrüger haben im August weltweit mehr als 163 Millionen Dollar erbeutet. Das zeigt eine Statistik des Blockchain-Sicherheitsunternehmens PeckShield. Der größte Verlust resultierte aus einem Social Engineering-Angriff, bei dem ein Bitcoiner über 91 Millionen Dollar verlor.

Größter Schlag durch Social Engineering

Bei dem größten Angriff gaben sich Kriminelle als Mitarbeiter einer Kryptobörse und eines Wallet-Dienstes aus. Das Opfer verlor in einer einzigen Transaktion 783 Bitcoin, damals über 91 Millionen Dollar wert. Diese sogenannten Social Engineering-Angriffe sind bei Hackern beliebt, weil sie auf Vertrauen statt auf Technik setzen.

Neben dem Angriff auf den Bitcoiner wurde auch die türkische Kryptobörse Btcturk schwer getroffen. Hacker konnten über Online-Wallets fast 50 Millionen Dollar stehlen. Es ist der zweite große Hack bei diesem Unternehmen in kurzer Zeit: im Juni 2024 wurde die Börse bereits auf ähnliche Weise getroffen.

Weniger Hacks, aber mehr Schaden pro Angriff

PeckShield berichtet, dass die Anzahl der Angriffe leicht abnimmt. Im Juni wurden noch zwanzig Hacks registriert, im Juli siebzehn und im August sechzehn. Doch der Schaden ist groß, weil sich Kriminelle immer häufiger auf wertvolle Ziele wie große Kryptobörsen und Anleger mit viel Vermögen konzentrieren.

Laut Cybersecurity-Experten spielt der steigende Wert von Kryptowährungen eine wichtige Rolle. Bitcoin durchbrach im August die Marke von 124.000 Dollar und Ethereum stieg auf fast 5.000 Dollar. Wenn die Preise steigen, werden Angriffe attraktiver, weil die potenzielle Beute größer ist.

Ausblick: mehr Angriffe, neue Sicherheitsmaßnahmen

Obwohl die Gesamtverluste in diesem Jahr eine abnehmende Tendenz zeigen, erwarten Experten, dass die Bedrohung in den kommenden Monaten zunehmen könnte. Hacker finden ständig neue Wege, Schwachstellen auszunutzen, während die Sicherheitstechnologie hinterherhinkt. Dennoch gibt es Lichtblicke: Neue Sicherheitslösungen mit künstlicher Intelligenz sollen in Zukunft helfen, Risiken zu minimieren.

PeckShield rät Kryptounternehmen und privaten Anlegern, besonders wachsam zu sein und ihre Sicherheitsmaßnahmen ständig zu verstärken.

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