Besucher der beliebten Krypto-Nachrichtenseite Cointelegraph sahen gestern eine auffällige Nachricht: ein Pop-up, das kostenlose CTG-Token im Wert von 5500 Dollar versprach. Was wie ein attraktives Angebot aussah, stellte sich als Teil eines Phishing-Angriffs heraus.
Cointelegraph untersucht Sicherheitslücke
Der Angriff erfolgte über eine sogenannte Front-End-Exploit. Hacker konnten schädlichen Code auf die Website von Cointelegraph injizieren. Dadurch erschien bei den Nutzern ein Banner, das einen sogenannten „CoinTelegraph ICO Airdrop“ anbot.
Das Pop-up forderte Besucher auf, ihre Krypto-Wallets zu verbinden, um an einem sogenannten Fair Launch teilzunehmen. Es wurde auch auf ein fiktives Audit des Sicherheitsunternehmens CertiK verwiesen, um den Anschein von Zuverlässigkeit zu erwecken.
In einer Nachricht auf X ließ Cointelegraph wissen, dass das Unternehmen „aktiv an einer Lösung arbeitet“ und warnte die Öffentlichkeit: „Klicken Sie nicht auf diese Pop-ups, verbinden Sie keine Wallets und geben Sie keine persönlichen Informationen ein.“ Wie viele Besucher tatsächlich Opfer geworden sind, ist noch nicht klar.
Benutzer müssen wachsam bleiben
Das gehackte Pop-up ist ein Beispiel für eine Taktik, die bereits an diesem Wochenende bei CoinMarketCap auftauchte. Auch dort gelang es Angreifern, ein ähnliches Phishing-Banner zu platzieren. In beiden Fällen gibt es ein Muster: Indem sie vertrauenswürdige Plattformen kapern, hoffen Cyberkriminelle, das Misstrauen der Nutzer zu umgehen. Wer seine Wallet verbindet, kann in wenigen Sekunden sein Guthaben verlieren.
Diese Art von Angriffen wird immer raffinierter und nutzt das Vertrauen aus, das viele Nutzer in große und bekannte Websites setzen. Es ist daher wichtig, dass Benutzer immer wachsam bleiben, auch auf Plattformen, die als vertrauenswürdig gelten.
Cointelegraph hat mittlerweile Maßnahmen ergriffen, um das Pop-up zu entfernen und untersucht, wie die Angreifer Zugang erlangen konnten. Der Vorfall wirft erneut Fragen über die Verwundbarkeit großer Krypto-Plattformen auf. Sind diese Seiten noch in der Lage, ihre Millionen von Besuchern angemessen zu schützen?
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