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Die Aktienmärkte zeigten sich gestern relativ ruhig, doch für Coinbase (COIN) war dies definitiv nicht der Fall. Die Kryptobörse zog nach einem neuen Bericht einer großen US-Investmentbank die volle Aufmerksamkeit der Anleger auf sich.
Laut Analysten steht Coinbase am Beginn einer entscheidenden neuen Phase, in der das Unternehmen weniger abhängig vom reinen Handel wird. Diese Aussicht sorgte für eine deutliche Kursreaktion.
Die Coinbase-Aktie stieg um 8 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Empfehlung von neutral auf kaufen angehoben hatte. Gleichzeitig erhöhte die Bank das Kursziel für die kommenden zwölf Monate von zuvor 294 auf 303 Dollar. Coinbase schloss den Tag bei 254,92 Dollar, was bedeutet, dass Goldman noch immer ein weiteres Potenzial von 18 Prozent sieht.
Analyst James Yaro sieht den Optimismus vor allem in der Veränderung innerhalb des Kryptosektors begründet. Statt nur am Handel zu verdienen, erkennt er mehr Wert in Unternehmen, die an der Infrastruktur arbeiten. Dazu zählen Tokenisierung, Vorhersagemärkte und andere Anwendungen, die weniger empfindlich auf Schwankungen im Handelsvolumen reagieren.
Coinbase passt seiner Meinung nach gut in dieses Bild. Das Unternehmen verfolgt schon länger eine Strategie, um zur „Alleskönner-Börse“ zu werden. Das bedeutet, dass Nutzer künftig auf einer Plattform mehrere Dienstleistungen nutzen können.
CEO Brian Armstrong hatte zuvor bereits angekündigt, dass Coinbase in den kommenden Jahren auf Stablecoins, den Ausbau der Exchange-Funktionen und die Weiterentwicklung von Base, dem Ethereum-Skalierungsnetzwerk des Unternehmens, setzt.
Auch Vorhersagemärkte nehmen dabei eine zunehmend größere Rolle ein. Coinbase integrierte diese Funktion kürzlich durch eine Kooperation mit Kalshi. Diese Form der Spekulation ist im vergangenen Jahr stark gewachsen und gilt als eine der vielversprechendsten neuen Anwendungen in der Kryptowelt.
Goldman Sachs denkt dabei über Coinbase hinaus. Die Bank erwartet, dass Kryptowährungen im Jahr 2026 sowohl von privaten als auch institutionellen Anlegern häufiger genutzt werden.
Dabei spielen vor allem Faktoren wie mögliche Änderungen in der US-Regulierung eine wichtige Rolle. Eindeutigere Richtlinien könnten laut Yaro den Weg für eine breite Akzeptanz ebnen.
Dennoch bleibt die Ungewissheit bestehen. Sollte der Clarity Act im US-Kongress scheitern, könnte dies das Wachstum bremsen. Wie der Name bereits verrät, soll dieses Gesetz Klarheit über die Struktur des Kryptomarktes schaffen. Solange klare Regeln fehlen, bleiben institutionelle Akteure vorsichtig.
Die Kaufempfehlung gilt daher als eine starke Unterstützung für Coinbase. Mit einer historisch durchschnittlichen Rendite von fast 16 Prozent pro Jahr hat Yaros Urteil erhebliches Gewicht.
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