Der Aktienkurs der Krypto-Börse Coinbase ist letzte Woche um fast zwanzig Prozent gefallen. Das war der größte wöchentliche Rückgang seit September 2024 und folgte auf enttäuschende Ergebnisse für das zweite Quartal.

Umsatz und Gewinn von Coinbase enttäuschen
Am Donnerstag gab Coinbase bekannt, dass es im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar erzielte, während Analysten mit 1,59 Milliarden gerechnet hatten. Der Gewinn pro Aktie lag bei 12 Cent – ein Rückgang von fast neunzig Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die EBITDA sank um 39 Prozent auf 512 Millionen Dollar.
Die Zahlen bestätigen, was einige Analysten schon länger vermuteten. Das Forschungsinstitut 10x Research warnte Ende Juni, dass der starke Kursanstieg von Coinbase nicht mit den fundamentalen Leistungen übereinstimmte. Das Institut riet damals, die Aktie zu shorten und gleichzeitig Bitcoin (BTC) zu kaufen.
Auch die Investmentbank H.C. Wainwright senkte Anfang Juli die Bewertung von ‘Buy’ auf ‘Sell’, weil der Kurs zu weit vor der Realität gelaufen sei.
Anleger suchen Schutz durch Optionen
Der starke Kursrückgang führte zu einem Anstieg im Handel mit Put-Optionen. Das sind Verträge, mit denen sich Anleger gegen fallende Kurse absichern. Laut Daten von Market Chameleon waren diese am Freitag 2,6 Prozent teurer als Optionen, die auf einen Kursanstieg setzen. Das ist der größte Unterschied seit April.
Ein solcher Unterschied bedeutet in der Regel, dass Anleger wenig Vertrauen in eine schnelle Erholung haben. Die Nachfrage nach Schutz vor weiteren Kursverlusten steigt, was auf anhaltende Unsicherheit über die Zukunft von Coinbase hindeutet.
Aktie von Coinbase unter Druck
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Coinbase muss zeigen, dass es die Handelsvolumen steigern und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann. Obwohl sich der Bitcoin-Kurs derzeit leicht erholt, schwindet das Vertrauen in die Coinbase-Aktie gerade schnell.
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