Der Goldpreis stieg heute auf 3.365 Dollar pro Unze, und das könnte erst der Anfang sein. Laut Citi könnte der Preis in den nächsten drei Monaten auf 3.500 Dollar steigen. Die US-Investmentbank nennt eine Kombination aus wirtschaftlicher Unsicherheit, einem schwächeren Dollar und politischen Spannungen als Hauptursachen, so Reuters.
Citi erhöht Goldprognose auf 3.500 Dollar
Citi erhöhte seine Prognose für den Goldpreis von 3.300 auf 3.500 Dollar pro Unze. Auch der erwartete Handelsbereich wurde von 3.100–3.500 auf 3.300–3.600 Dollar angepasst. Laut dem Bericht hat sich die Stimmung bezüglich der US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2025 verschlechtert.
Ein wichtiger Treiber ist die jüngste Handelspolitik von Präsident Donald Trump. Er kündigte letzte Woche neue, hohe Zölle auf Exporte aus unter anderem Kanada, Indien, Brasilien und Taiwan an. Laut dem US-Handelsvertreter Jamieson Greer bleiben diese Zölle vorerst bestehen.
Dazu kamen enttäuschende Arbeitsmarktzahlen. Im Juli wurden nur 73.000 Jobs hinzugefügt, während es im Juni noch 14.000 waren. Der Markt rechnet mittlerweile mit einer Zinssenkung im September, mit einer Wahrscheinlichkeit von 88%, laut der CME FedWatch tool.
„Die Sorgen über das amerikanische Wachstum und die Zölle halten an, was zusammen mit einem schwachen Dollar den Goldpreis auf neue Rekordhöhen treibt,“ so Citi.
Neue Rekorde in Sicht durch Zinsen, Dollar und Unruhen
Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen auch geopolitische Risiken eine Rolle. Die Situation in der Ukraine bleibt unsicher und laut Citi nimmt die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve ab durch anhaltende Kritik an der Zuverlässigkeit wirtschaftlicher Daten.
Gold profitiert von dieser Unsicherheit. Als klassische ‘sichere Anlage’ ist es besonders beliebt, wenn die Zinsen fallen und die Inflation steigt. Laut Citi ist die Gesamtnachfrage nach Gold seit Mitte 2022 um mehr als ein Drittel gestiegen. Dadurch hat sich der Goldpreis seitdem fast verdoppelt.
Der Anstieg ist vor allem auf Anleger zurückzuführen, die nach Sicherheit suchen. Auch Zentralbanken kaufen weiterhin, wenn auch in bescheidenem Maße. Mit der Zinserwartung, dem schwachen Dollar und geopolitischen Sorgen im Hintergrund scheint es laut Citi nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Gold neue Rekorde erreicht.
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