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Während der Cardano Kurs weiterhin unter Druck steht, zeigen sich große Investoren bemerkenswert aggressiv beim Nachkaufen. Laut neuen Daten von Santiment kontrollieren sogenannte Wale inzwischen 67,5 Prozent aller ADA Tokens im Umlauf. Das ist der höchste Stand seit Juli 2020.
Diese Entwicklung sorgt für unterschiedliche Meinungen unter Anlegern. Einige sehen darin ein starkes bullisches Signal. Andere befürchten, dass die Konzentration so vieler Tokens bei großen Akteuren zusätzliche Risiken birgt.
Große Investoren scheinen ihr Vertrauen in Cardano noch nicht verloren zu haben. Wallets mit mindestens 1 Million ADA besitzen mittlerweile gemeinsam 25,11 Milliarden Tokens. Laut dem Blockchain-Plattform Santiment ist dies der höchste Stand seit Dezember 2017, kurz bevor der letzte große Kryptobullenmarkt begann.
Damit kontrollieren diese sogenannten Wale jetzt 67,5 Prozent aller ADA im Umlauf. Das ist die höchste Konzentration seit Juli 2020.
Laut Santiment wird eine solche Akkumulation oft als positives Signal gewertet. Große Akteure mit viel Engagement in einer Kryptowährung bauen ihre Positionen in der Regel nur weiter aus, wenn sie erwarten, dass sich der Markt langfristig erholen könnte.
Auffällig ist, dass der Kaufdrang gerade zunimmt, während Cardano an der Börse schwächelt. ADA hat im vergangenen Jahr mehr als siebzig Prozent seines Wertes verloren. Seit Anfang 2026 steht die Coin zudem noch einmal etwa dreißig Prozent niedriger.
Auch technisch bleibt das Bild schwach. Mehrere Versuche, den Widerstand bei rund 0,25 Dollar zu durchbrechen, sind gescheitert, was die Stimmung rund um ADA vorerst fragil lässt.
Gleichzeitig gibt es weiterhin große Bedenken über das Wachstum des Cardano-Ökosystems. Kritiker weisen seit langem auf die relativ geringe Nutzung des Netzwerks hin, insbesondere im Vergleich zu Konkurrenten wie Ethereum und Solana.
Krypto-Analyst Ali Martinez stellte kürzlich fest, dass Cardano Schwierigkeiten hat, eine klare Position auf dem Markt zu erobern. Seiner Meinung nach bleibt die Aktivität auf der Blockchain im Verhältnis zur Milliardenbewertung des Projekts gering.
Auch im Bereich der dezentralen Finanzen bleibt Cardano hinterher. Laut Daten von DeFiLlama liegt der derzeitige Gesamtwert, der im Netzwerk gebunden ist, unter 125 Millionen Dollar. Im November 2024 lag er noch bei rund 721 Millionen Dollar, was einem Rückgang von über 82 Prozent entspricht.
Martinez betonte zudem, dass neuere Blockchains wie SUI mittlerweile schneller Nutzer, Entwickler und Kapital anziehen. Seiner Meinung nach hat Cardanos forschungsgetriebener Ansatz dazu geführt, dass neue Funktionen langsamer eingeführt werden als bei der Konkurrenz.
Auch technisch wirkt das Bild laut einigen Analysten noch schwach. Der Händler Val Me bezeichnete die ADA-Grafik kürzlich sogar als „sehr trist“.
Ihrer Meinung nach befindet sich Cardano derzeit in einer kritischen Unterstützungszone von etwa 0,22 Dollar. Von diesem Niveau aus könnte eine Erholung in Richtung 0,50 Dollar möglich sein. Sie warnte jedoch, dass ein solcher Anstieg auch nur eine niedrigere Spitze bilden könnte, bevor der Kurs erneut absackt.
Erst wenn ADA danach in der Lage ist, einen höheren Boden zu bilden, sieht die Analystin Raum für ein wirklich bullisches Szenario in Richtung 1,35 Dollar.
Vorläufig scheint der Markt also gespalten. Die enorme Akkumulation durch Wale könnte auf wachsendes Vertrauen im Hintergrund hinweisen. Gleichzeitig lasten die schwachen Kursleistungen und die Kritik am Ökosystem schwer auf der Stimmung rund um Cardano.