Charles Hoskinson, Gründer von Cardano (ADA), steht unter Beschuss nach neuen Vorwürfen über die Verarbeitung von nicht beanspruchten Tokens aus der Frühphase des Projekts. Kritiker behaupten, er sei 2021 verantwortlich für die Verschiebung von 318 Millionen ADA – damals etwa $619 Millionen wert – in eine zentral verwaltete Wallet gewesen, ohne dabei transparent gegenüber den Investoren zu kommunizieren.
Was genau ist los?
Die Kontroverse entstand nach einem Post von X-Nutzer Masato Alexander, der behauptete, dass Entwickler 2021 die Funktion ‘returnRedeemAddrsToReserves’ zum Cardano-Protokoll hinzufügten. Diese Funktion soll nicht beanspruchte ADA-Fonds, vor allem von frühen japanischen Investoren während des ICO von Cardano, in die Netzwerkreserven verschoben haben.
Laut Alexander wurden diese Mittel über eine Move Instantaneous Rewards (MIR) Transaktion in eine zentral verwaltete Geldbörse verschoben. Dies geschah ohne klare Kommunikation oder Entschädigung für die ursprünglichen Investoren.
Alexander beschuldigte Hoskinson, die Kontrolle über diese Mittel durch eine strategische Protokolländerung erlangt zu haben. Er forderte vollständige Transparenz über die Verwendung dieser Mittel. Zudem deutete er an, dass Insider bei Input Output (IO), dem Unternehmen hinter Cardano, mit ihm über interne Entscheidungen sprechen sollten.
Hoskinson wehrt sich
Hoskinson ließ keinen Zweifel daran, dass er die Vorwürfe für unbegründet hält. In einer Antwort erklärte er: „Ihr bleibt dabei, Menschen anzulügen. Die ADA-Gutscheine wurden nach dem Hard Fork unbrauchbar. Sie wurden auf ein Treuhandkonto übertragen, das von der TGE verwaltet wird. Dieses setzte dann noch drei Jahre lang den Umtausch der Genesis-Fonds für die ursprünglichen Käufer fort.“
Er warnte, dass weitere Vorwürfe zu rechtlichen Schritten führen könnten. Hoskinson erklärte: „Wenn du weiterhin andeutest, dass IO Geld gestohlen hat, werde ich dich verklagen. Das ist meine letzte Warnung.“
Dennoch erhält Hoskinson nicht nur Kritik. Der bekannte Krypto-Analyst Jonathan Morgan verteidigte den Gründer von Cardano. Er erklärte, dass die Transaktion keine Umschreibung oder Manipulation der Blockchain darstellte, sondern eine legitime und transparente Operation innerhalb des Cardano-Governancesystems war. Er betonte, dass die meisten Mittel an die ursprünglichen ICO-Käufer zurückgesandt wurden. Nur ein kleiner Teil wurde für die Entwicklung der Gemeinschaft umgewidmet.
ADA-Kurs bleibt stark
Der Kurs von ADA lässt sich wenig von der Aufregung beeinflussen. Bitcoin (BTC) nähert sich derzeit der Marke von $100.000, was dem gesamten Kryptomarkt Rückenwind gibt. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht ADA bei etwa $0,72, ein Anstieg von 4,5% in den letzten 24 Stunden. Damit macht ADA einen schönen Schritt in die Widerstandszone zwischen $0,80 und $0,85.
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