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Cardano (ADA) macht einen wichtigen Schritt in Richtung vollständiger Dezentralisierung. Entwickler Input Output (IO) gibt die Entwicklung zentraler Blockchain-Komponenten an externe Teams ab. Damit soll das Netzwerk weniger abhängig von Gründer Charles Hoskinson und seinem Unternehmen werden.
Der Schritt gilt als wichtiger Meilenstein für Cardano, fällt jedoch in eine schwierige Phase für das Ökosystem. Die Netzwerkaktivität bleibt hinter konkurrierenden Blockchains zurück, und auch der ADA-Kurs notiert weiterhin deutlich unter seinem Rekordhoch.
Nach Angaben von Input Output ist die Übergabe der nächste Schritt in der sogenannten Voltaire-Phase, in der Cardano vollständig dezentralisiert werden soll. Externe Entwicklerteams übernehmen die Verantwortung für wichtige Bestandteile des Netzwerks, darunter die Haskell-Node, die Smart-Contract-Plattform Plutus, die Daedalus-Wallet, Hydra und die Entwicklerdokumentation.
Die Arbeiten werden unter anderem von Se7en Labs und Teragon übernommen. Teragon leitet zudem die Entwicklung von Mithril, einem Protokoll, das die Synchronisierung von Cardano-Nodes beschleunigt. Die Übergabe beginnt im August und soll schrittweise bis 2027 abgeschlossen werden.
Gründer Charles Hoskinson bezeichnete den Schritt als letzte Etappe der Voltaire-Ära. „Die vollständige Dezentralisierung der Node-Entwicklung und der Referenzimplementierung ist der letzte Schritt.“
Langfristig soll es mindestens drei unabhängige Versionen von Cardano geben, entwickelt in Haskell, Rust und Go. Organisationen wie Intersect und Pragma sollen die technischen Spezifikationen verwalten, während die Community über Abstimmungen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Netzwerks behält.
Die Neuordnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Cardano Schwierigkeiten hat, mit den größten Blockchains Schritt zu halten.
Nach den jüngsten Zahlen liegt der Total Value Locked (TVL) im Netzwerk bei rund 70 Millionen Dollar. Damit bleibt Cardano deutlich hinter Konkurrenten wie Tron und Solana zurück, auf denen inzwischen Vermögenswerte von mehr als 4 Milliarden Dollar gebunden sind.
Auch der ADA-Kurs steht seit Längerem unter Druck. Der Coin wird bei rund 0,16 Dollar gehandelt und liegt damit etwa 95 Prozent unter dem Rekordhoch von 3,10 Dollar, das im September 2021 erreicht wurde.
Hoskinson räumte zuletzt ein, dass Cardano sich in einer schwierigen Phase befindet. Rückschläge gehörten aus seiner Sicht zur weiteren Entwicklung des Netzwerks.
Auch Cardano müsse schmerzhafte Wachstumsphasen durchlaufen. Scheitern gehöre dazu, um am Ende ein stärkeres Ökosystem aufzubauen.
Mit der Übergabe der Kernentwicklung will Cardano die Grundlage für ein widerstandsfähigeres Ökosystem schaffen, in dem mehrere unabhängige Entwicklerteams zum weiteren Wachstum des Netzwerks beitragen.
Mit der Übergabe will Cardano die Entwicklung des Netzwerks unabhängiger von einer einzelnen Organisation machen. Stattdessen wird die Verantwortung auf mehrere unabhängige Entwicklerteams verteilt.
Input Output will sich künftig vor allem auf Forschung und neue Initiativen über IO Labs und IO Ventures konzentrieren. Die weitere Entwicklung und Wartung der Blockchain rückt damit zunehmend in die Hände externer Parteien.
In den kommenden Jahren wird sich zeigen, wie sich dieses neue Modell in der Praxis bewährt. Verläuft die Zusammenarbeit der verschiedenen Entwicklerteams erfolgreich, könnte dies die Dezentralisierung von Cardano weiter stärken. Zugleich erfordert die breitere Verteilung der Verantwortung eine enge Abstimmung zwischen allen beteiligten Parteien.
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