Wenn wir uns den Relative Strength Index (RSI) ansehen, ist Bitcoin derzeit am stärksten überverkauft seit dem COVID-19 Crash. Normalerweise ist dies ein bullisches Zeichen, denn wir alle wissen, was nach diesem Crash mit dem Bitcoin-Kurs passiert ist. Ist dies die letzte große Korrektur, bevor ein potentieller neuer Bullenmarkt beginnt?

Was ist der RSI?
Der RSI ist ein Indikator, der das Momentum des Kurses in eine bestimmte Richtung anzeigt, mit einem Wert zwischen 0 und 100. In diesem Fall handelt es sich um die 14-tägige Version des RSI, und ein Wert unter 30 weist in der Regel auf einen überverkauften Markt hin.
Wenn wir sagen, dass Bitcoin überverkauft ist, impliziert das, dass der Kurs im Vergleich zu seinem jüngsten Durchschnitt zu schnell gefallen ist.
Ein Wert über 70 würde als überkauft bezeichnet und bedeutet im Grunde das Gegenteil. In der Regel bedeutet dies, dass sich der Markt abkühlen muss.
Allerdings stimmen nicht alle mit der Ansicht überein, dass ein RSI-Wert unter 30 sofort bedeutet, dass sich der Trend umkehren könnte. Alex Kuptsikevich von FxPro glaubt beispielsweise, dass der aktuelle Bitcoin-Trend bärisch ist.
Bitcoin ist nach wie vor bärisch
Im Prinzip bedeutet der niedrige RSI hauptsächlich, dass der Bitcoin-Kurs relativ schnell gefallen ist. Das muss natürlich nicht sofort bedeuten, dass der Abwärtstrend vorbei ist. Meistens sieht man in solchen Momenten einen kleinen Aufwärtstrend für Bitcoin, aber eine Trendumkehr muss nicht sofort erfolgen.
„Bitcoin beendete die Woche mit einem Rückgang unter das 200-Wochen- und 200-Tage gleitende Mittel, was ein Zeichen für einen bärischen Trend ist“, sagt Kuptsikevich.
Hinzu kommen natürlich noch die hohen Zinssätze auf dem US-Staatsanleihemarkt, die auch Druck auf die Kurse ausüben.
In dieser Hinsicht ist Bitcoin noch nicht aus dem Gröbsten heraus, und es bleibt abzuwarten, ob der niedrigste RSI seit dem COVID-19 Crash darauf hinweist, dass eine Steigerung bald bevorsteht.
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