Das Hedgefonds Bridgewater Associates des Milliardärs Ray Dalio hat sein Portfolio im vierten Quartal 2024 deutlich umstrukturiert. Aus der neuesten 13F-Meldung geht hervor, dass das Fonds eine neue Position in Tesla aufgebaut und gleichzeitig seine Beteiligungen an Micron Technology und Goldman Sachs vollständig verkauft hat.
Auch das Investment in AT&T und PayPal wurde stark ausgeweitet, während die Position in Applied Materials fast vollständig abgebaut wurde.
Einstieg bei Tesla, Ausstieg bei Goldman und Micron
Bridgewater kaufte im vierten Quartal 153.600 Tesla-Aktien und nahm damit eine neue Position in dem von Elon Musk geführten Autobauer ein. Zudem setzte das Fonds auf den Workflow-Softwareanbieter ServiceNow (56.400 Aktien), den Impfstoffhersteller Moderna (605.800 Aktien) und das Versorgungsunternehmen PPL (704.100 Aktien).
Gleichzeitig stieg Dalios Fonds vollständig aus Micron Technology, Goldman Sachs, Electronic Arts und Spotify aus. Besonders bemerkenswert ist der Rückzug aus Goldman Sachs, einer der führenden Investmentbanken der Welt.
Eine der auffälligsten Veränderungen war die massive Erhöhung der Position in AT&T. Bridgewater baute seine Beteiligung von 1,29 Millionen auf 6,48 Millionen Aktien aus – eine Verfünffachung in nur drei Monaten.
Auch PayPal wurde deutlich aufgestockt: Die Beteiligung verdoppelte sich auf 2,36 Millionen Aktien. Zudem erhöhte Bridgewater seine Positionen in AppLovin (+85,6 %) und dem Energieunternehmen Vistra (+58,9 %).
Während einige Beteiligungen wuchsen, wurden andere stark reduziert. Am drastischsten war der Rückgang bei Applied Materials: Hier reduzierte das Fonds seine Position um 97,2 % auf nur noch 16.500 Aktien.
Auch Walmart (-72,6 %), Procter & Gamble (-72,5 %), Coca-Cola (-68,5 %) und der Pharmariese Johnson & Johnson (-63,4 %) wurden deutlich zurückgefahren.
Dalios Haltung zu Bitcoin
Ray Dalio hat sich in den letzten Jahren mehrfach zu Bitcoin geäußert. Während er anfangs skeptisch war, erkennt er inzwischen an, dass Bitcoin eine Alternative zu traditionellem Geld sein kann.
Er sieht es als eine digitale Version von Gold, bleibt aber kritisch gegenüber der Volatilität und möglichen Regulierungen durch Regierungen. Besonders besorgt ist er über die Möglichkeit, dass Staaten härtere Maßnahmen gegen Bitcoin ergreifen könnten, wenn es weiter an Bedeutung gewinnt.
Trotz dieser Bedenken hat Dalio in Interviews angedeutet, dass er Bitcoin Anleihen vorziehen würde – insbesondere in einem Umfeld, in dem Schulden und Inflation eine immer größere Rolle spielen.
Bridgewater Associates gehört zu den größten Hedgefonds der Welt, und die Veränderungen im Portfolio zeigen, wie sich das Fonds in einem sich wandelnden Markt positioniert. Mit einer neuen Beteiligung an Tesla, einer massiven Aufstockung bei AT&T und PayPal sowie dem Rückzug aus etablierten Namen wie Goldman Sachs und Micron Technology setzt Dalio auf eine neue Strategie.
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