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Die Zentralbank von Bolivien (BCB) hat das Verbot für Bitcoin und Kryptowährungszahlungen aufgehoben. Damit können Finanzinstitute Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten durchführen, um das Zahlungssystem zu modernisieren.
Die Zentralbank erklärte, dass dieser Schritt unternommen wurde, um Bolivien zu helfen, seine kämpfende Wirtschaft zu verbessern und sich an die lateinamerikanischen Kryptoregelungen anzupassen.
Diese Änderung markiert das Ende eines Verbots der Kryptonutzung, das seit 2014 in Kraft war. Im Dezember 2020 wurde den Banken unter der Vorstandsbeschluss N°144/2020 auch untersagt, mit Kryptowährungen zu interagieren.
Die neue Regulierung erlaubt es den Banken nun, Kryptotransaktionen über genehmigte elektronische Kanäle durchzuführen. Die BCB betont jedoch, dass Kryptowährungen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden. Dies bedeutet, dass obwohl Kryptowährungen über Banken handelbar sind, Unternehmen nicht verpflichtet sind, sie als Zahlungsmittel zu akzeptieren.
Im Rahmen ihres Wirtschafts- und Finanzbildungsplans plant die BCB auch ein Aufklärungsprogramm für die breite Öffentlichkeit. Dieses Programm soll die Menschen über die möglichen Risiken von Kryptowährungen informieren und darüber, wie diese verantwortungsvoll verwaltet werden können.
Die neue Gesetzgebung wurde in Zusammenarbeit mit der Financial Investigations Unit (UIF), der Financial System Supervisory Authority (ASFI) und der BCB ausgearbeitet und trat am 26. Juni in Kraft.
Diese neue Gesetzgebung bringt die Kryptoregulierung Boliviens in Einklang mit den Vorschlägen der Latin American Financial Action Task Force (GAFILAT), wodurch sich Bolivien anderen lateinamerikanischen Ländern anschließt, die Krypto zur Ankurbelung der Wirtschaft annehmen.
Verschiedene lateinamerikanische Länder haben in den letzten Jahren mit einer schwächelnden Wirtschaft und steigender Inflation zu kämpfen gehabt, was sie dazu zwang, nach alternativen wirtschaftlichen Lösungen zu suchen. Bitcoin und andere Kryptowährungen haben sich zu beliebten Formen eines neuen Wirtschaftsmodells entwickelt.
El Salvador war das erste Land in Lateinamerika und weltweit, das Bitcoin im Jahr 2021 neben dem US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel angenommen hat.
In Mexiko wird Kryptowährung nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt, aber sie wird für Wertübertragungen und Zahlungen akzeptiert. Darüber hinaus erhebt Mexiko Steuern auf Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen an zentralisierten Börsen.
Brasilien ist ebenfalls pro-Krypto geworden mit der Einführung von Steuerregelungen im Jahr 2023, die eine Steuer von 15 % auf Kryptogewinne ermöglichen.
Argentinien hat kürzlich einen pro-Bitcoin-Präsidenten gewählt, um die unkontrollierbare Inflation zu bekämpfen, nach dem Vorbild von El Salvador.
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