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Der weltgrößte Vermögensverwalter, BlackRock, hat den ersten formalen Schritt in Richtung eines Ethereum (ETH)-Fonds gemacht, der Anlegern nicht nur Kursgewinne, sondern auch ein passives Einkommen ermöglichen kann. Die US-Regulierung erlaubt das seit Kurzem – und BlackRock nutzt die Chance umgehend.
Der Vermögensriese bereitet die Einführung eines neuen Ethereum-Fonds vor. Gestern registrierte BlackRock in Delaware eine separate Rechtseinheit mit dem Namen iShares Ethereum Staked Trust.
Ein solcher Trust ist notwendig, weil US-Regeln vorschreiben, dass jeder börsennotierte Fonds in einer eigenen Struktur geführt wird. Das bietet Anlegern Schutz und macht den Fonds rechtlich wie steuerlich börsentauglich.
Dass die Registrierung in Delaware erfolgte, ist kein Zufall. Der Bundesstaat ist seit Jahren für seine günstige Gesetzgebung für Finanzprodukte bekannt; nahezu alle großen Fonds werden dort aufgrund des effizienten und flexiblen Rechtsrahmens aufgelegt.
Nun steht der offizielle nächste Schritt an: ein Antrag bei der Aufsichtsbehörde SEC, in Form eines sogenannten S-1-Filings unter dem Securities Act von 1933. Laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas ist mit dem Antrag „in Kürze“ zu rechnen.
Bis vor Kurzem war Staking für ETF-Anbieter schlicht keine Option. Die SEC untersagte jede Form von Staking innerhalb von Börsenfonds, sodass die erste Welle der Ethereum Spot-ETFs ihre Renditekomponente sofort streichen musste.
Doch Anfang November drehte sich der Wind. Die US-Steuerbehörde (IRS) veröffentlichte neue Leitlinien, die Staking-Rewards in regulierten Fonds erlauben, ohne steuerliche Probleme zu verursachen. Diese sogenannte „Safe-Harbor“-Regelung verschafft dem Markt endlich die Klarheit, auf die man jahrelang gewartet hat.
Beim Staking sperrt ein Fonds seine Krypto-Bestände – in diesem Fall ETH – vorübergehend, um das Netzwerk zu sichern und Transaktionen zu verarbeiten. Im Gegenzug erhält er Belohnungen, vergleichbar mit Zinsen.
Ein Spot-ETF ist ein Börsenfonds, der die echten Coins hält. Er kauft also tatsächlich ETH und bildet den Kurs eins zu eins ab. Für Anleger ist das ideal: Sie investieren über ihren gewohnten Broker und kassieren zusätzlich Staking-Erträge, ohne selbst etwas tun zu müssen.
Grayscale hat kürzlich Staking zu seinen bestehenden Ethereum-Fonds hinzugefügt, und Bitwise legte Ende Oktober einen Solana-Fonds auf, der den Anteilseignern ebenfalls ein passives Einkommen bringt. Damit wächst die Liste der Anbieter, die Staking in den Mainstream tragen, rasant.
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