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Während die Weltmärkte aufgrund neuer US-Handelszölle einbrechen, steht Bitcoin (BTC) erneut kurz vor einer Korrektur, wie wir sie seit 2021 nicht mehr gesehen haben. Die Nervosität an den Finanzmärkten erinnert an Momente wie den Schwarzen Montag 1987 und den Crash rund um COVID-19. Ob wir jedoch tatsächlich erneut vor einem solchen Einbruch stehen, bleibt ungewiss.
Bitcoin ist in dieser Woche unter die Marke von 75.000 US-Dollar gefallen und testet nun Kursniveaus, die erstmals während des Bullenmarkts 2021 eine Rolle spielten. Der 50-Wochen-EMA bei etwa 77.000 US-Dollar – ein bedeutendes technisches Unterstützungsniveau – wurde inzwischen durchbrochen. Im Tageschart ist nun ein sogenanntes „Death Cross“ zu sehen, bei dem der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt – ein Signal, das in der Regel als negativ gilt.
BTC/USD 1-Stunden-Chart. Quelle: TradingView
Einige Analysten warnen vor weiteren Rückgängen in Richtung 70.000 US-Dollar, während andere auf eine schnelle Rückkehr über alte Unterstützungszonen hoffen – was dann als Kaufsignal gewertet würde.
Die wirtschaftliche Agenda dieser Woche sollte sich eigentlich um Inflationsdaten wie den Verbraucherpreisindex (CPI) und den Erzeugerpreisindex (PPI) am 10. und 11. April drehen. Doch es ist die Angst vor neuen Importzöllen, die aktuell den Ton angeben. Besonders Händler befürchten, dass diese Maßnahmen weltweit die Inflation unerwartet anheizen könnten – was die Zentralbanken erneut unter Druck setzen würde.
Infolgedessen bereiten sich die Märkte auf eine mögliche Zinssenkung durch die Federal Reserve (FED) vor – vielleicht schon im Mai. Auf einigen Plattformen wird sogar über eine Notfallsitzung mit einer außerplanmäßigen Zinssenkung spekuliert.
An den traditionellen Märkten ist die Stimmung fast vollständig verschwunden. Der Fear & Greed Index erreicht mit einem Wert von 4 von 100 ein historisches Tief – noch niedriger als während der Panik nach dem FTX-Crash oder dem COVID-19-Ausbruch. In der Kryptobranche ist die Lage etwas weniger extrem, mit einem Wert von 23.
Vor allem kurzfristige Bitcoin-Investoren steigen massenhaft aus dem Markt aus. Der SOPR-Indikator von CryptoQuant zeigt, dass diese Gruppe derzeit überwiegend mit Verlust verkauft – ein Muster, das auch bei größeren Korrekturen im Jahr 2024 zu beobachten war.
Einige Analysten wagen dennoch einen vorsichtig optimistischen Ausblick. Sie verweisen darauf, dass Bitcoin trotz des jüngsten Rückgangs relativ besser performt hat als viele andere risikobehaftete Anlagen. Sobald das „Blutvergießen“ endet, könnte gerade Bitcoin zu den ersten Märkten gehören, die sich wieder erholen.
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