Die Adoption von Spot Bitcoin (BTC) Exchange-Traded Funds (ETF’s) könnte dieses Jahr eine neue Beschleunigung erfahren.
Laut Matt Hougan, Chief Investment Officer bei dem Krypto-Vermögensverwalter Bitwise, werden die vier großen amerikanischen Vermögensverwalter – Merrill Lynch, Morgan Stanley, Wells Fargo und UBS – ihre Türen für diese Anlageprodukte bis Ende 2025 öffnen.
Diese vier Finanzschwergewichte verwalten zusammen mehr als 10 Billionen Dollar an Kundenvermögen.
2025 muss das Jahr für BTC-Fonds werden
Ein breiterer Zugang zu Bitcoin-ETFs über diese Parteien würde die Verfügbarkeit des Produkts vervierfachen. Das kann große Folgen haben, meint Hougan. „Es ist, als ob man ein Nischenprodukt plötzlich in allen großen Supermärkten platziert, allein die Sichtbarkeit ändert alles.“ Er prognostiziert, dass diese Entwicklung zu Rekordzuflüssen im Jahr 2025 führen wird, trotz eines langsamen Starts in diesem Jahr.
Im Januar letzten Jahres wurden Bitcoin ETFs, einschließlich Bitwise‘ eigenem BITB-Fonds, eingeführt. Bis Ende April waren bereits 11,8 Milliarden Dollar eingenommen, während der Nettozufluss jetzt etwas über 4 Milliarden Dollar liegt. Dennoch glaubt Hougan, dass sich dies schnell ändern wird, sobald die letzten Hürden verschwinden.
Morgan Stanley machte im August letzten Jahres einen ersten Schritt, indem einige Bitcoin-ETFs für vermögende Kunden zugelassen wurden, aber von einem breiten Zugang kann noch keine Rede sein. Das kommt jedoch in Bewegung, so Hougan in einer Nachricht an Kunden. Laut ihm werden diese großen Akteure ihre Berater bald erlauben, ETFs aktiv einer viel größeren Gruppe von Anlegern anzubieten.
Vertrauen ist alles
Während einer kürzlichen Wirehouse-Konferenz wurde Hougan gefragt, worauf Bitcoin eigentlich basiert. Was, wenn die Menschen eines Tages aufhören, daran zu glauben? Seine Antwort: dann ist es nichts wert. Aber das gilt laut ihm auch für Gold oder den Dollar selbst. Letztendlich geht es um Vertrauen und Adoption.
Und darin sieht er gerade enorme Fortschritte. Große Namen wie Fidelity, Coinbase und bald BNY Mellon sorgen für sichere Aufbewahrung. Hedgefonds, Pensionsfonds, Universitäten und ikonische Investoren sind mittlerweile in Bitcoin. Und selbst BlackRock rät mittlerweile zu einer bescheidenen Allokation von 2%.
Das wachsende institutionelle Engagement, das sich klärende amerikanische Regulierungsklima und der Aufbau einer nationalen Bitcoin-Reserve deuten laut Hougan darauf hin, dass Bitcoin immer weniger eine spekulative Hype und immer mehr eine strategische Anlage ist.
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