Bitwise möchte einen besonderen ETF auflegen, mit dem Anleger ein Engagement in Unternehmen erhalten, die Bitcoin als primäre Reservewährung eingeführt haben. Allerdings kommen nicht alle Unternehmen, die Bitcoin in ihre Bilanz aufgenommen haben, für diesen ETF infrage. Um gelistet zu werden, müssen die betreffenden Firmen mindestens 1.000 Bitcoin in ihrer Bilanz halten.
Bitcoin Standard Corporations ETF
Der Name des ETFs soll „Bitcoin Standard Corporations“ lauten. Damit signalisiert Bitwise, dass es sich um Unternehmen handelt, die auf den Bitcoin-Standard umgestiegen sind.
Um dafür infrage zu kommen, müssen sie also mindestens 1.000 Bitcoin in ihrer Schatzkammer (Treasury) halten. Außerdem sollen die betreffenden Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mindestens 100 Millionen US-Dollar, ein tägliches Mindesthandelsvolumen von 1 Million US-Dollar und einen öffentlichen Free Float von weniger als 10 % aufweisen, um in den ETF aufgenommen zu werden.
Während ETFs normalerweise die Gewichtung von Unternehmen anhand ihrer Marktkapitalisierung bestimmen, orientiert sich der Bitwise-ETF stattdessen am Marktwert aller Bitcoin in der Firmenkasse. Zudem wird das Gewicht einzelner Firmen auf maximal 25 % begrenzt. Dadurch wird etwa MicroStrategy in diesem ETF etwas weniger stark gewichtet, da das Unternehmen sonst vermutlich 80–90 % des Fondsvolumens ausmachen würde.
Dies führt aber auch dazu, dass Tesla mit einer Marktkapitalisierung von 1,42 Billionen US-Dollar niedriger gewichtet wird als MicroStrategy, das „nur“ eine Marktkapitalisierung von 83,5 Milliarden US-Dollar aufweist. Tesla besitzt nämlich 9.720 Bitcoin, während MicroStrategy 444.262 Bitcoin in seinen Beständen hat.
Nächstes börsennotiertes Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz
Gestern wurde bekannt, dass KULR Technology Group das nächste börsennotierte Unternehmen ist, das Bitcoin als primäre Schatzreserve übernehmen wird. KULR gab bekannt, dass es 21 Millionen US-Dollar ausgegeben hat, um 217,18 Bitcoin zu erwerben.
Infolgedessen stieg der Aktienkurs um 40 % auf ein Allzeithoch von 4,80 US-Dollar. Offenbar kann es für Unternehmen – insbesondere für kleinere Firmen – eine sehr gute Strategie sein, Bitcoin zu kaufen.
Auch MicroStrategy hat bisher enorm vom Umstieg auf den Bitcoin-Standard profitiert. Das Unternehmen füllt seit August 2020 kontinuierlich seine Firmenschatzkammer mit Bitcoin auf.
Die Ankündigung dieses Bitwise-ETFs erfolgt am selben Tag, an dem Strive, ein von Vivek Ramaswamy gegründetes Unternehmen, ebenfalls einen ETF plant. Dieser soll Investoren ein Engagement in den Bitcoin-Anleihen von Firmen wie MicroStrategy ermöglichen.
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