Während der Kryptomarkt laut Fear-and-Greed-Index in „extremer Angst“ steckt, reagiert BitMine genau entgegengesetzt. Mit einer gewaltigen Investition hat das Unternehmen in der vergangenen Woche seine Ethereum (ETH)-Bestände deutlich ausgebaut. Eine ungewöhnliche Entscheidung – doch BitMine scheint fest davon überzeugt zu sein, dass die großen Kryptowährungen ihren Höchststand noch lange nicht erreicht haben.

54.000 ETH zugekauft

Der Bitcoin-(BTC)-Miner und Halter von Krypto-Reserven BitMine gab am Montag in einer Pressemitteilung positive Nachrichten bekannt. Demnach hat das Unternehmen in der vergangenen Woche satte 54.000 Ethereum-Token gekauft. Selbst bei den schwachen Kursen entspricht das einem Gesamtwert von über 165 Millionen Dollar.

Insgesamt hält BitMine laut der Mitteilung bereits 3,6 Millionen ETH, 607 Millionen Dollar an Cash-Reserven sowie weitere Kryptowährungen. Beim Ethereum-Bestand kommen sie damit auf 2,9 Prozent der insgesamt verfügbaren Menge. Ziel des Miners ist es, am Ende 5 Prozent der Gesamtmenge zu halten.

Ethereum korrigiert 30 % innerhalb eines Monats

Auch wenn BitMine seine Krypto-Bestände regelmäßig ausbaut, ist diese Entscheidung mindestens bemerkenswert. Seit dem Hoch am 27. Oktober ist Ethereum bereits um fast 30 Prozent gefallen. Zudem dominiert am Kryptomarkt Angst – ein rasches Comeback ist daher alles andere als sicher.

Ethereum ist seit dem 27. Oktober bereits um 30 Prozent gefallen. – Quelle: Newsbit

Doch der Vorsitzende des Unternehmens, Thomas Lee, meint zu wissen, woher die jüngsten Korrekturen kommen. Seiner Ansicht nach hängt das alles mit einem starken Rückgang der Liquidität zusammen – etwa bei Handelsplattformen, die die finanziellen Folgen des großen Crashs zu spüren bekommen haben.

Vorübergehende Erholung nötig, doch der „Cycle Top“ liegt noch vor uns

Der Vorsitzende beschreibt die Lage konkreter als ein „Loch“ in der Bilanz eines Handelsanbieters. Dieses müsse mit Kapital gestopft werden, entsprechend begibt sich das Unternehmen auf die Suche danach. Gleichzeitig müssen sie ihren Liquiditätsbeitrag zum Markt zwangsweise reduzieren. So etwas geschah bereits 2022 und dauerte damals etwa 6 bis 8 Wochen.

Auch wenn wir uns derzeit in einer „Zwischenphase“ befinden, hat der Bärenmarkt Lee zufolge noch nicht begonnen. BitMine glaubt, dass die Kryptomärkte den Hochpunkt des aktuellen Zyklus noch nicht erreicht haben und sich für Anleger daher eine einzigartige Chance bietet. Strukturelle Katalysatoren – etwa Unternehmen, die Krypto-Reserven aufbauen, und Finanzinstitute, die in die Währung investieren – könnten das Hoch sogar bis 2026 oder noch später in die Zukunft verschieben.

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