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Derzeit bleibt die Bitcoin-Zyklus laut Analyst Alex Thorn deutlich hinter den drei vorherigen großen Halving-Zyklen zurück. Während frühere Phasen von starken Anstiegen und hoher Volatilität geprägt waren, erscheint diese Phase laut Thorn ungewöhnlich ruhig.
Das ist eine interessante Beobachtung, da das Halving lange Zeit als einer der wichtigsten Treiber großer Bitcoin-Bullenmärkte galt.
Thorn vergleicht die Kursentwicklung seit dem Halving im April 2024 mit den Zyklen nach 2012, 2016 und 2020. Sein Fazit ist eindeutig: Die aktuelle Phase zeigt eine „dramatische“ Underperformance.
Die Daten aus dem bereitgestellten Text machen dies deutlich sichtbar. Seit dem Halving im April 2024, als der Bitcoin-Kurs bei rund 63.000 Dollar stand, stieg der Kurs bis zu einem Höchststand von über 125.000 Dollar im Oktober 2025. Das klingt beeindruckend, entspricht aber nur einem Anstieg von 97 Prozent.
Im Vergleich zu früheren Halving-Zyklen ist das recht mager:
In dieser Aufzählung fällt sofort auf, wie stark die Dynamik der Zyklen abnimmt.
Nicht nur das Renditepotenzial, auch die Volatilität sinkt. Laut Thorn stieg der 30-Tage Bitcoin Volatility Index in früheren Zyklen erheblich an, während er in der aktuellen Phase deutlich niedriger bleibt.
Das könnte darauf hindeuten, dass Bitcoin als Asset reifer wird, mit weniger extremen Ausschlägen und einer breiteren, stabileren Investorenbasis. Aber es könnte auch bedeuten, dass die traditionelle Halving-Dynamik an Bedeutung verliert.
Dennoch gibt es einen wichtigen Vorbehalt. Kritiker von Thorn argumentieren, dass dieser Zyklus schwer direkt mit den früheren zu vergleichen ist, da Bitcoin bereits im März 2024, also noch vor dem Halving, ein neues Rekordhoch von über 70.000 Dollar erreichte.

Das war historisch außergewöhnlich. In früheren Zyklen trat ein solches Allzeithoch erst nach dem Halving auf. Die Zulassung von amerikanischen Spot Bitcoin ETFs im Januar 2024 war dabei der wichtigste Katalysator.
Deshalb ist die Behauptung, dass dieser Zyklus schwächer ist, nicht ganz ohne Nuancen. Ein Teil des Anstiegs erfolgte bereits vor dem offiziellen Halving-Moment.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass auch die Abwärtsbewegungen weniger heftig ausfallen. Frühere Bärenmärkte verzeichneten Rückgänge von 80 bis 90 Prozent, während der aktuelle Rückgang vom Höchststand über 125.000 Dollar auf 60.000 Dollar etwas mehr als 50 Prozent beträgt.
Das unterstützt die These, dass Bitcoin zwar weniger explosiv steigt, aber auch weniger stark einbricht als früher.
Die grundsätzliche Frage ist nun, ob dies das neue Normal ist. Wenn Bitcoin zunehmend zu einem Makro-Asset mit ETFs, institutionellen Käufern und breiterer Akzeptanz wird, dann könnte es plausibel sein, dass die alten Halving-Zyklen weniger spektakulär ausfallen.
Das muss nicht unbedingt bearish sein. Es könnte einfach bedeuten, dass Bitcoin reifer wird, mit niedrigeren Spitzen, weniger extremen Einbrüchen und einem Kursverlauf, der stärker von breiteren Marktkräften bestimmt wird.
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