Bitcoin (BTC) sprang während der Morgensitzung am Mittwoch über die Marke von 71.000 Dollar. Das ist bemerkenswert, da die geopolitischen Spannungen weltweit eigentlich zu einer „Risk-off“-Bewegung unter Anlegern geführt haben. Aktienmärkte stehen unter Druck und selbst Gold hat Schwierigkeiten, während Investoren in den US-Dollar flüchten.

Bitcoin legt nach schwierigen Februar um 5 % zu

Nachdem der Februar für Bitcoin eine extrem schwierige Phase mit einem Kurstief von 60.000 Dollar war, sieht es für die digitale Währung jetzt wieder besser aus.

Mit dem Anstieg auf 71.000 Dollar hat Bitcoin einige wichtige Widerstände überwunden. Darunter das Allzeithoch von 2021 bei 69.000 Dollar und der 200-Wochen-Exponentiell Gleitende Durchschnitt des Bitcoin Kurses (EMA) bei 68.341 Dollar.

Die Wochenchart von Bitcoin. – Quelle: TradingView

Besonders spannend wird es, wenn Bitcoin die Woche über diesem Kurs abschließen kann. Genau das war während des Bärenmarkts 2022 nicht der Fall. Damals fiel Bitcoin im Sommer unter diese Grenze und eroberte den Durchschnitt erst 2023 zurück.

Könnte dies also wirklich ein kurzer und heftiger Bärenmarkt für Bitcoin sein? Solche Indikatoren deuten darauf hin. Aber Vorsicht, bisher gibt es noch keine Bestätigung in Form einer geschlossenen Wochenkerze.

Bitcoin als positives Signal für die restlichen Märkte

Auffällig ist, dass die restliche Welt bei der Bitcoin-Rally noch nicht mitzieht. In der Vergangenheit war Bitcoin oft die erste risikobehaftete Anlage, die nach einem starken Marktrückgang wieder zulegte, ähnlich wie sie häufig die erste ist, die einen Taucher macht.

Laut den Analysten von QCP Capital könnte dies ein Vorbote für den restlichen Markt sein. „Wir beobachten mit Interesse die Stärke von Bitcoin, die ein frühes Signal für die Rückkehr der allgemeinen Risikobereitschaft sein könnte“, so QCP Capital.

Zudem erwarten sie globalen Druck auf Iran, sollte die Straße von Hormus länger geschlossen bleiben, da dies weltweit zu höheren Energiepreisen und damit zu mehr Inflation führt. Auf dieser Basis schätzen sie die Chancen auf eine lange Dauer des Konflikts als gering ein.

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