Bitcoin (BTC) scheint sich langsam aus dem Tal zu arbeiten. Doch die Frage bleibt, ob der Anstieg bereits den Weg zu neuen Allzeithochs ebnet oder noch nicht. On-Chain-Daten deuten auf eine vorsichtige Erholung hin. Dennoch ist der Markt gespalten: Die einen sehen die nächste Rally heraufziehen, die anderen halten die Luft an. Was sagen die Daten?

On-Chain-Daten zeigen Resilienz

Bei einem aktuellen Kurs von gut 115.000 Dollar liegt Bitcoin im Monatsvergleich knapp 5 Prozent im Plus. Damit notiert BTC nur noch 7 Prozent unter dem jüngsten Allzeithoch. On-Chain Daten von Glassnode zeigen, dass auf dem aktuellen Kursniveau rund 91 Prozent des derzeitigen BTC-Angebots im Gewinn sind.

Ein wichtiges Signal ist, dass der Kurs erstmals seit dem jüngsten Crash wieder über dem durchschnittlichen Einstandspreis der kurzfristigen Halter (STH) liegt: Dieses Niveau liegt bei 113.000 Dollar. Laut den Daten von Glassnode deutet das darauf hin, dass ausgerechnet die volatilste Anlegergruppe wieder Vertrauen in den Markt fasst.

Auffällig ist auch die gestiegene Aktivität der Großanleger. Am 26. Oktober kaufte eine Entität 2.772 BTC im Wert von rund 309 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Einstandspreis dieses Großanlegers liegt bei rund 111.000 Dollar. Diese Bewegung signalisiert strategisches Vertrauen in eine mögliche Markterholung. Wenn Großinvestoren Vertrauen zeigen, ist das meist ein positives Signal für den Markt.

Markt bleibt vorsichtig

Dennoch bleibt die allgemeine Marktstimmung verhalten. Bitcoin handelt weiterhin deutlich unter dem Allzeithoch von 126.000 Dollar. Der Fear-and-Greed-Index, der die Anlegerstimmung misst, verharrt in der neutralen Zone.

Anleger bleiben also trotz der verbesserten On-Chain-Indikatoren vorerst zurückhaltend. Die Kombination aus Gewinnmitnahmen, standhaften kurzfristigen Haltern und strategischen Käufen bildet ein mögliches Fundament für eine neue Rally, doch die Überzeugung fehlt noch.

Ob der jüngste Anstieg über 115.000 Dollar der Auftakt einer nachhaltigen Trendwende ist, hängt davon ab, ob das Momentum anhält. Die ersten Signale sind jedoch vielversprechend.

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