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Der Bitcoin-Kurs gerät erneut unter Druck. In der Nacht fiel der Preis von Bitcoin (BTC) auf 74.500 Dollar, den niedrigsten Stand seit Donald Trumps erneuter Wahl zum Präsidenten. Anleger weltweit scheinen verunsichert und ziehen sich massenhaft aus risikoreichen Investitionen zurück, was deutlich spürbar ist.
Nach diesem deutlichen Rückschlag konnte sich Bitcoin kaum erholen. Der Kurs verharrte unter 76.000 Dollar und bewegt sich damit auf dem tiefsten Stand seit über zehn Monaten. Auch andere Kryptowährungen verzeichnen Verluste. Die Nervosität am Markt beschränkt sich eindeutig nicht nur auf den Krypto-Bereich.
Der jüngste Rückgang fügt sich in eine anhaltend negative Entwicklung ein. Allein im Januar verlor Bitcoin fast elf Prozent. Damit ist es der vierte Monat in Folge mit Verlusten, was zuletzt während des großen Einbruchs nach der Hausse von 2017 geschah.
Seit dem Höchststand von über 126.000 Dollar, der in einer Phase des Optimismus über die institutionelle Akzeptanz und eine krypto-freundliche Regierung in Washington erreicht wurde, ist der Bitcoin-Kurs um etwa vierzig Prozent gefallen. Marktbeobachter sehen darin eine deutliche Stimmungswende.
Caroline Mauron von der Handelsfirma Orbit Markets warnt, dass ein weiterer Rückgang schwerwiegende Folgen haben könnte. Sollte Bitcoin unter das alte Rekordniveau von 2021 bei rund 70.000 Dollar fallen, könnte das das langfristige Vertrauen der Anleger erschüttern.
Der Schmerz beschränkt sich nicht auf Bitcoin. Auch andere große Kryptowährungen erlitten erhebliche Verluste. Ethereum (ETH) verlor letzte Woche etwa 23 Prozent, während Solana (SOL) mehr als 18,5 Prozent einbüßte. Ein Großteil des Marktes rutscht damit deutlich ab.
Daten von Coinglass zeigen, dass innerhalb eines Tages Longpositionen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar liquidiert wurden. Anleger, die auf einen Anstieg spekulierten, wurden massenhaft gezwungen, ihre Positionen zu schließen. Solche Liquidationen führen oft zu zusätzlichem Verkaufsdruck und verstärken den Abwärtstrend.
Die Nervosität an den Märkten erhielt nach politischen Nachrichten aus Washington neuen Antrieb. Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank. Warsh ist bekannt für seine harte Haltung gegen Inflation und seine Vorliebe für strikte Maßnahmen.
Diese Nachricht kam überraschend. Viele Anleger hatten mit einem schwächeren Dollar und einer lockereren Geldpolitik gerechnet, sobald der aktuelle Fed-Vorsitzende abtritt. Diese Hoffnung scheint nun dahin. Der Dollar gewann an Stärke, was zusätzlichen Druck auf risikoreiche Anlagen wie Krypto ausübt.
Laut Damien Loh, Vermögensverwalter bei Ericsenz Capital, bleibt die Stimmung gedämpft. Er glaubt, dass Bitcoin zwischen 70.000 und 74.000 Dollar einen Boden finden könnte. Ein Anstieg Richtung 90.000 Dollar sieht er als positiv, aber vorerst unwahrscheinlich.
Aktuell bleibt der Markt extrem anfällig für makroökonomische Nachrichten. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich deutlich im Einklang mit der breiteren Finanzwelt und ist längst nicht mehr von Aktien, Währungen oder Edelmetallen losgelöst.
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