Die Preise von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) haben in den letzten Tagen nach positiven Nachrichten über einen Waffenstillstand im Nahen Osten stark zugelegt. Laut dem Analyseplattform CryptoQuant sagt vor allem der Ursprung dieses Anstiegs viel über das aktuelle Vertrauen der Händler in den Markt aus.
Bitcoin und Ethereum im Aufwind nach geopolitischen Nachrichten
Am vergangenen Dienstag wurde ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran angekündigt. Kurz darauf stieg der Bitcoin Kurs sprunghaft an. Inzwischen notiert BTC etwa sechs Prozent höher.

Ethereum zeigte eine ähnliche Bewegung und kletterte von etwa 2.050 Dollar auf fast 2.200 Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 6,3 Prozent. Auf dem Höhepunkt erreichte der digitale Coin sogar über 2.270 Dollar, was einem Zuwachs von etwa 10,5 Prozent entspricht.

CryptoQuant: Anstieg durch echte Käufer getragen
Analyst Julio Moreno von CryptoQuant erklärt, dass der jüngste Anstieg auf dem Kryptomarkt kein Zufall ist. In einem aktuellen Bericht schreibt er: „Der gleichzeitige Anstieg beider großer Assets zeigt, dass Trader auf makroökonomische Nachrichten reagieren und eine Verbesserung des Marktsentiments antizipieren.“
Seiner Meinung nach handelt es sich nicht um einen sogenannten Short Squeeze. Dabei wetten Anleger auf einen Kursrückgang, werden jedoch durch einen plötzlichen Anstieg gezwungen, ihre Positionen zu schließen und müssen daher Bitcoin oder Ethereum kaufen, was die Preise weiter in die Höhe treibt.
Der aktuelle Marktanstieg wird laut CryptoQuant vielmehr durch neue Käufer angetrieben, die bewusst auf weiteres Wachstum setzen, indem sie Longpositionen eröffnen. Das deutet auf echte Nachfrage und wachsendes Vertrauen bei den Anlegern hin.
Auf dem Markt für Futures-Kontrakte ist dies laut Moreno deutlich sichtbar. Innerhalb von nur 24 Stunden stiegen die offenen Positionen bei Bitcoin um über 2,1 Milliarden Dollar und bei Ethereum um etwa 2,2 Milliarden Dollar.
Ist der Tiefpunkt überwunden?
Seit dem Allzeithoch im Oktober, als Bitcoin einen Rekordwert von über 126.000 Dollar erreichte, war die Stimmung düster. Die digitale Währung geriet in einen Bärenmarkt und fiel im Februar auf ein vorläufiges Tief von weniger als 60.000 Dollar.
Das derzeitige Optimismus unter den Anlegern, die erneut massenhaft Longpositionen eröffnen, könnte auf eine mögliche Wende hindeuten. Es signalisiert, dass der Markt allmählich von einem Bärenmarkt in eine neue Phase des Anstiegs übergeht: einen Bullenmarkt.
Laut Analysten gibt es auch zusätzliche technische Hinweise darauf. Analyst Jelle verweist auf ein wichtiges Signal, das stark an die Situation von 2022 erinnert. Damals war ein ähnliches Muster schließlich der Ausgangspunkt für einen neuen Aufwärtstrend.
Es handelt sich um den RSI-Indikator. Dieser zeigt an, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist. Laut Jelle bildet Bitcoin nun, ähnlich wie 2022, ein sogenanntes höheres Tief auf diesem Indikator. Das bedeutet, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt, während der Preis noch relativ niedrig ist.
Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass der Bitcoin-Kurs nicht weiter fallen kann. Der Markt bleibt anfällig für externe Faktoren. Eine unerwartete Wendung im geopolitischen Konflikt zwischen den USA, Iran und Israel könnte erneut für erhebliche Unruhe und Kursverluste sorgen.
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