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Bitcoin (BTC) fiel in der vergangenen Nacht unter 113.000 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Anfang August. Auffällig ist, dass vor allem Privatanleger ihr Vertrauen verlieren und massenhaft bearish zu werden scheinen. Doch laut Analysten könnte gerade diese Angst der Auftakt zu einer Erholung sein.
Aus Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Santiment geht hervor, dass das soziale Sentiment rund um Bitcoin in den vergangenen 24 Stunden auf dem negativsten Stand seit dem 22. Juni lag. Damals sorgten geopolitische Spannungen im Nahen Osten für eine Welle von Panikverkäufen. „Retail-Trader haben eine komplette Kehrtwende vollzogen, nachdem sich Bitcoin nicht erholen konnte“, stellt Santiment fest.
Laut Santiment kann das ein positives Zeichen sein. Wenn die Angst überwiegt und „das Blut durch die Straßen fließt“, ist das oft ein Signal dafür, dass eine Erholung nahe ist.
In der Nacht fiel Bitcoin kurzzeitig auf 112.584 US-Dollar, notiert inzwischen aber wieder um 113.800 US-Dollar. Das liegt immer noch 8,6 Prozent unter dem Allzeithoch von fast 124.500 US-Dollar in der vergangenen Woche. Die gesamte Kryptomarktkapitalisierung fiel gleichzeitig unter die Schwelle von 4 Billionen US-Dollar.
Auch der Bitcoin-Fear & Greed Index weist auf eine gestiegene Nervosität hin. Mit einem Stand von 44 von 100 ist der Indikator in die Kategorie ‚Angst‘ gerutscht, dem niedrigsten Niveau seit Ende Juni. Historisch gesehen bewegen sich Märkte oft in die entgegengesetzte Richtung zur Konsensmeinung, so Santiment.
Korrekturen in einem Bullenzyklus sind nicht ungewöhnlich. 2017 fiel Bitcoin im September um 36 Prozent, um drei Monate später ein neues Hoch zu erreichen. Ein ähnliches Szenario spielte sich 2021 ab, als der Kurs um 23 Prozent zurückging und später im selben Jahr dennoch ein Rekord markierte.
Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte Bitcoin im kommenden Monat noch in Richtung 90.000 US-Dollar zurückfallen. Analysten sehen dies jedoch nicht als das Ende des Zyklus, sondern vielmehr als eine vorübergehende Korrektur. Die Frage ist also, ob sich dieser Moment als die x-te Bärenfalle in einem größeren Bullenzyklus erweist.
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