Der Kurs von Bitcoin (BTC) bleibt stark schwankungsanfällig, doch ein wichtiges Marktmodell zeigt nun eine auffällige Bewegung. Der bekannte niederländische Analyst Michaël van de Poppe verweist auf die MVRV Z-Score, die derzeit ein historisch überverkauftes Niveau signalisiert. Was bedeutet das für den BTC-Kurs?
Bitcoin-Kurs: Analyst sieht „historisch überverkauftes Niveau“
Nach Einschätzung von Van de Poppe befindet sich Bitcoin in der bislang „am stärksten überverkauften“ Zone überhaupt. Diese Aussage stützt er auf die sogenannte MVRV Z-Score.
„Bitcoin liegt auf den überverkauftesten Niveaus in der Geschichte. Es stand noch nie so tief“, schreibt er.
Die MVRV Z-Score vergleicht die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin mit dem durchschnittlichen Preis, zu dem Coins zuletzt bewegt wurden. Steht dieser Indikator extrem niedrig, bedeutet das, dass viele Anleger ihre Coins unterhalb ihres durchschnittlichen Einstandspreises verkaufen. Das gilt als Hinweis auf Unterbewertung.
Van de Poppe betont, dass das aktuelle Niveau sogar noch tiefer liegt als während früherer, berüchtigter Kapitulationsphasen. Er verweist dabei auf die Bodenphase von 2018, als der Bitcoin-Kurs bei rund 3.200 US‑Dollar lag, sowie auf den Crash von 2022 nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX und des Terra-Ökosystems, als Bitcoin auf etwa 16.000 US‑Dollar zurückfiel.
Der Bitcoin-Kurs notiert derweil bei rund 91.500 US‑Dollar. Das entspricht einem Anstieg von gut 13 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Das absolute Tief der jüngsten Korrektur wurde am 21. November markiert, als BTC kurzzeitig unter der Marke von Dollar notierte. Auch Ethereum (ETH) und XRP zeigen eine Erholung, mit Zuwächsen von 16 beziehungsweise 21 Prozent im gleichen Zeitraum.
Bitcoin fällt zurück, bleibt aber in starkem Trendkanal
Auch Krypto-Analystin Evca Wolf äußert sich verhalten optimistisch. Sie weist darauf hin, dass jeder starke Rückgang den Eindruck erweckt, der Aufwärtstrend sei beendet, während Bitcoin in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder im selben Trendkanal nach oben gedreht hat. Auf ihrem Chart ist zu sehen, dass der Kurs erneut genau in dieser Zone angekommen ist. Ihrer Ansicht nach fügt sich der jüngste Rückgang sogar in ein gesundes Aufwärtsmuster ein.
Allerdings gibt es auch Signale, die auf Schwäche hindeuten und das Gesamtbild weniger klar erscheinen lassen. Bitcoin notiert derzeit unter mehreren wichtigen gleitenden Durchschnitten, darunter dem 50‑Wochen Simple Moving Average (50W SMA). Dabei handelt es sich um den Durchschnittskurs der vergangenen fünfzig Wochen, der häufig zur Bestimmung des langfristigen Trends herangezogen wird. Fällt der Kurs darunter, werten Analysten dies oft als Hinweis auf einen Bärenmarkt.
Saylor kontert Kritik: „Ich habe selbst noch nie einen Bitcoin verkauft“
Michael Saylor weist nach dem Bitcoin-Verkauf von Strategy Kritik zurück. Sein Rat gelte nicht für börsennotierte Unternehmen.
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs steigt trotz höherem Ölpreis
Der Bitcoin-Kurs ist in den vergangenen 24 Stunden um 2 Prozent gestiegen. Doch woher kommt der Kursanstieg? Am höheren Ölpreis liegt es jedenfalls nicht.
Bitcoin-Firma der Trump-Söhne macht erneut Millionenverlust
American Bitcoin, das Unternehmen der Trump-Söhne, schreibt erneut einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe. Trotz höherer Umsätze steht die Aktie vorerst weiter deutlich unter Druck.
Meistgelesen
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
