Nach einem Rückgang auf unter 60.000 Dollar Anfang dieses Monats hat sich Bitcoin (BTC) vorsichtig erholt. Dennoch bleibt die Unsicherheit unter den Anlegern groß. Viele von ihnen stehen weiterhin im Minus. Analysten verweisen auf ein bestimmtes Kursniveau, das Bitcoin nun zurückgewinnen muss, um das Vertrauen nachhaltig zu stärken.

Bitcoin-Kurs nähert sich entscheidender Marke

Laut Blockchain-Daten liegt das durchschnittliche Kaufniveau von Anlegern, die vor sechs Monaten bis zwei Jahren gekauft haben, bei etwa 74.500 Dollar. Das bedeutet, dass viele dieser Gruppe derzeit im „Minus“ sind. Ihre Coins sind weniger wert als das, was sie dafür bezahlt haben.

Analyst Matthew Hyland sieht darin auch ein wichtiges technisches Niveau. Insbesondere auf dem monatlichen Chart, wo morgen eine neue Tageskerze geschlossen wird.

Schließt Bitcoin diesen Monat unter der Marke von 74.500 Dollar, rücken laut Hyland niedrigere Kursziele zwischen 50.000 und 60.000 Dollar in den Fokus. Im schlimmsten Fall könnte dies einen Rückgang von über 25 Prozent bedeuten.

Schließt BTC hingegen über 74.500 Dollar, ändert sich das Szenario vollständig. In diesem Fall sieht er Potenzial für einen neuen Anstieg auf 90.000 bis sogar 110.000 Dollar. Ausgehend von 67.000 Dollar würde dies im optimistischsten Szenario einem Kursanstieg von etwa 64 Prozent entsprechen.

Auch 64.200-Dollar-Unterstützung wichtig

Analyst Anıl verweist auf ein weiteres wichtiges Unterstützungsniveau für den Bitcoin-Kurs bei etwa 64.200 Dollar. Dies ist der durchschnittliche Kaufpreis von Coins, die zwischen 18 Monaten und zwei Jahren nicht bewegt wurden.

Am Dienstag fiel Bitcoin kurzzeitig darunter, als der Kurs auf 62.400 Dollar zurückging, konnte das Niveau aber zum Handelsschluss wieder erobern. Vorerst hält sich diese Zone, was laut Anıl entscheidend für das Marktsentiment ist.

Doch bleibt der Kurs längere Zeit unter dieser Grenze, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen, da Anleger ihre Verluste begrenzen wollen. Bleibt Bitcoin hingegen darüber, wächst das Vertrauen und dieses Gebiet verwandelt sich in eine neue Akkumulationszone. Neue Käufer sehen es dann als solide Unterstützung.

Bitcoin-Anleger bleiben besorgt

Unterdessen herrscht weiterhin Angst unter BTC-Anlegern. Der Fear & Greed Index, ein Indikator, der zeigt, ob Anleger vorwiegend ängstlich oder gierig sind, steht aktuell bei 13. Das bedeutet ‚extreme Angst‘.

Den ganzen Februar über bewegt sich Bitcoin bereits in dieser Zone. Am vergangenen Montag fiel der Index sogar auf 5. Historisch gesehen ist das ein extrem niedriger Wert und zeigt, wie vorsichtig und unsicher der Markt derzeit ist.

Ein derart niedriges Vertrauen erschwert es Bitcoin, überzeugend auszubrechen. Doch gleichzeitig bietet es auch Perspektiven. Historisch betrachtet sind dies oft die Momente, in denen sich BTC nahe einem Tiefpunkt befindet. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht weiter fallen kann.

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