Der anhaltende Rückgang des Bitcoin (BTC) Kurses zeigt zunehmend Auswirkungen. Miner, die mit ihrer Rechenleistung das Bitcoin-Netzwerk am Laufen halten, geraten zunehmend in Bedrängnis, da ihre Erträge unter Druck stehen.

BTC fällt unter den Selbstkostenpreis

Mit einem Kurs um die 70.000 Dollar liegt Bitcoin mittlerweile etwa 20 Prozent unter den durchschnittlichen Produktionskosten. Laut Daten von Checkonchain kostet es Miner derzeit im Durchschnitt 87.000 Dollar, um einen Bitcoin zu minen.

Dass Bitcoin unter seine Produktionskosten fällt, passiert nur in schwierigen Zeiten. In früheren Bärenmärkten, wie 2022, kam dies ebenfalls vor. Damals dauerte es stets eine Weile, bis sich der Kurs wieder erholte. Das macht die aktuelle Situation besonders heikel, da viele Miner derzeit strukturelle Verluste verzeichnen.

Um laufende Ausgaben, Energiekosten und Schulden zu decken, verkaufen Miner daher ihre Bitcoin-Reserven. Dieser anhaltende Verkaufsdruck ist als Miner-Kapitulation bekannt und belastet den Kurs zusätzlich.

Die Schätzung der Produktionskosten basiert auf dem Difficulty-Level des Netzwerks. Dieser Schwierigkeitsgrad gibt an, wie viel Rechenleistung erforderlich ist, um neue Blöcke zu minen, und wird als Maßstab für die Gesamtkosten in der Branche verwendet..

In vier Monaten ist der Bitcoin-Kurs um über 45 Prozent gesunken. Anfang Oktober wurde ein Rekord von über 126.000 Dollar erreicht, und heute Nachmittag wurde erstmals seit November 2024 die Marke von 69.000 Dollar erreicht. Das war auch der höchste Stand des Bullruns im Jahr 2021.

Hashrate sinkt, erholt sich jedoch teilweise

Der Druck spiegelt sich deutlich in der Hashrate wider. Diese beschreibt die gesamte Rechenleistung, die das Bitcoin-Netzwerk sichert. Im Oktober erreichte sie einen Spitzenwert von rund 1,1 Zettahash pro Sekunde, fiel danach jedoch um etwa 20 Prozent. Weniger effiziente Miner mussten ihre Maschinen abschalten, da die Stromkosten nicht mehr tragbar waren.

In den letzten Wochen ist jedoch eine gewisse Erholung zu beobachten. Die Hashrate liegt derzeit bei etwa 913 Exahash pro Sekunde. Dies deutet auf eine gewisse Stabilisierung hin, aber das Niveau bleibt deutlich unter dem Höchststand.

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