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Bitcoin-Miner Bitfarms zieht sich vollständig aus Lateinamerika zurück nach dem Verkauf einer großen Mining-Anlage in Paraguay für 30 Millionen Dollar. Damit wird die Energie- und Infrastrukturstrategie des Unternehmens künftig hundertprozentig nordamerikanisch.
Bitfarms verkauft seine 70 Megawatt-Anlage in Paso Pe (Paraguay) an den Sympatheia Power Fund. Der Deal umfasst:
Laut CEO Ben Gagnon wird der Erlös in Investitionen in KI-Infrastruktur und High-Performance-Computing (HPC) fließen. Bitfarms hat derzeit 430 Megawatt Kapazität in den USA in Entwicklung und zielt langfristig auf 2,1 Gigawatt nordamerikanische Kapazität ab.
Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Kurswechsels. Im November kündigte Bitfarms an, dass es in den nächsten zwei Jahren schrittweise vom reinen Bitcoin-Mining zur Energieversorgung von KI-Anwendungen übergehen möchte. Der erste Schritt ist der Umbau eines 18 Megawatt-Standorts in Washington State.
Der Markt reagierte damals kritisch: Die Aktie BITF fiel nach der Ankündigung um 18 Prozent und steht in den letzten dreißig Tagen etwa 20 Prozent niedriger.
Nicht alle sind negativ. Die US-Investmentbank Keefe, Bruyette & Woods hob diese Woche ihre Empfehlung für Bitfarms auf „Outperform“ an und setzte ein Kursziel von 24 Dollar. Der Grund: der Wechsel vom volatilen Bitcoin-Mining zu stabileren, langfristigen HPC-Verträgen.
Bitfarms folgt damit einem breiteren Trend. Andere Miner, wie TeraWulf, haben bereits 2025 Milliardenverträge abgeschlossen, um ihre Infrastruktur für KI-Rechenzentren bereitzustellen.
Der Rückzug aus Lateinamerika ist keine Reduzierung, sondern eine Neupositionierung. Bitfarms tauscht geographische Diversifizierung und reines Bitcoin-Mining gegen:
Die Aktie steht unter Druck, doch strategisch setzt Bitfarms auf Orte, an denen Kapital, Nachfrage und politische Unterstützung konzentriert sind. Der echte Test liegt nicht im Mining, sondern darin, ob KI-Energie stabilere und vorhersehbarere Cashflows generieren kann.
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