Der Bitcoin-Kurs gerät erneut unter Druck, nachdem große Investoren während der jüngsten Rally Gewinne realisiert haben. Laut aktuellen On-Chain-Daten verkaufen sogenannte Wale derzeit Bitcoin an kleinere Anleger, ein Muster, das oft auf eine Fortsetzung der Korrektur hindeutet.

Die größte Kryptowährung stieg in dieser Woche auf fast 74.000 Dollar, fiel jedoch anschließend wieder auf etwa 68.000 Dollar zurück. Analysten sehen in den jüngsten Transaktionen großer Wallets ein wichtiges Signal für die kommenden Wochen.

Wale verkaufen Bitcoin während Rally

Nach Daten des Analyseplattform Santiment kauften große Bitcoin-Inhaber, deren Wallets zwischen 10 und 10.000 BTC halten, massenhaft während der Panik auf dem Markt Ende Februar und Anfang März ein.

In dieser Zeit bewegte sich der Preis von Bitcoin (BTC) zwischen etwa 62.900 und 69.600 Dollar. Dieser Moment fiel mit dem starken Verkaufsdruck während geopolitischer Spannungen und Unsicherheit auf den Finanzmärkten zusammen.

Als der Bitcoin-Kurs dann auf etwa 74.000 Dollar anstieg, begannen dieselben Wale, Gewinne mitzunehmen. Laut Santiment haben diese großen Wallets inzwischen etwa zwei Drittel der kürzlich gekauften Bitcoin wieder verkauft.

Dieses Verhalten entspricht einem bekannten Muster auf dem Kryptomarkt: Große Investoren kaufen während der Panik und verkaufen, wenn das Sentiment bei kleineren Anlegern wieder optimistischer wird.

Kleinanleger kaufen, während große Investoren verkaufen

Während Wale Gewinne mitnehmen, handeln kleinere Anleger entgegengesetzt. Wallets mit weniger als 0,01 BTC haben ihre Positionen vergrößert, als der Bitcoin-Kurs unter 70.000 Dollar fiel.

Laut Santiment ist das ein klassisches Warnsignal. Wenn Privatanleger kaufen, während große Investoren verkaufen, bedeutet das oft, dass eine Korrektur noch nicht abgeschlossen ist.

Auch Daten von Analyseplattform Glassnode zeigen, dass der Markt weiterhin anfällig ist. Rund 43 Prozent aller Bitcoin befinden sich derzeit im Verlust. Dadurch entsteht bei jedem Anstieg zusätzlicher Verkaufsdruck von Anlegern, die ihre Verluste begrenzen wollen, sobald der Preis wieder in die Nähe ihres Kaufniveaus steigt.

Angst dominiert den Kryptomarkt

Das Marktgefühl bleibt derweil schwach. Der bekannte Crypto Fear and Greed Index fiel um sechs Punkte und liegt nun bei 12, was in die Kategorie „extreme Angst“ fällt.

Die jüngsten Kursbewegungen zeigen vor allem viel Volatilität, aber wenig Nettofortschritt. Bitcoin erreichte Anfang Februar noch 60.000 Dollar, stieg Anfang März auf 74.000 Dollar und steht nun wieder bei rund 68.000 Dollar.

Analysten zufolge kann sich der Markt nun in zwei Richtungen entwickeln. Wenn der Verkaufsdruck nachlässt und das zusätzliche Angebot von neuen Käufern aufgenommen wird, könnte der Bitcoin-Kurs erneut versuchen, die 74.000-Dollar-Marke zu durchbrechen.

Sollte das Kaufmomentum bei Privatanlegern jedoch nachlassen, besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin erneut in Richtung der wichtigen Unterstützung bei 60.000 Dollar fällt.

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