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Der Bitcoin-Kurs hat erneut eine schwierige Woche hinter sich. Zum vierten Mal in Folge schloss Bitcoin (BTC) niedriger, während ein kurzer Aufschwung am Wochenende nicht anhielt.
Der Optimismus vom Samstag wich schnell Zweifeln. Anleger fragen sich nun, ob der Markt einen Boden gefunden hat oder ob ein neuer Rückgang in Richtung 60.000 Dollar unvermeidlich ist.
Seit dem Höchststand von rund 127.000 Dollar im Oktober ist der Bitcoin-Kurs um mehr als vierzig Prozent gefallen. Damit bleibt eine überzeugende Erholung aus, trotz neuer Rekorde an den Aktienmärkten und eines starken Goldpreises. Anleger, die auf einen schnellen Aufschwung hofften, sind bisher enttäuscht.

Der breitere Kryptomarkt verlor im gleichen Zeitraum fast 2 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung, wie aus Zahlen von CoinGecko hervorgeht. Besonders der 10. Oktober war ein Schlag für das Vertrauen, als Milliarden von Dollar in gehebelten Positionen innerhalb kurzer Zeit liquidiert wurden.
Seit dieser Verkaufswelle haben Anleger mehr als 8 Milliarden Dollar aus amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs abgezogen. Diese anhaltenden Abflüsse deuten auf eine abnehmende Risikobereitschaft unter großen, institutionellen Investoren hin.
Die entscheidende Frage am Markt ist simpel: Hat Bitcoin seinen Boden erreicht oder steht der eigentliche Rückschlag noch bevor? Laut Greg Magadini von Amberdata hängt vieles vom Vertrauen in Unternehmensreserven in digitalen Vermögenswerten und den Kapitalflüssen in Spot-ETFs ab. Solange diese Zuflüsse ausbleiben, bleibt das Sentiment fragil.
Auch aus der traditionellen Finanzwelt tönt mehr Vorsicht. Standard Chartered senkte sein Kursziel für Ende 2026 um ein Drittel. Die Bank schließt einen Rückgang auf 50.000 Dollar nicht aus, bevor eine Erholung in Richtung 100.000 Dollar möglich wird. Zuvor war man noch von 150.000 Dollar ausgegangen. Dies ist eine deutliche Eintrübung des Optimismus.
Trotzdem sehen einige Analysten Chancen. Der technische Analyst Tony Sycamore betont, dass der Bitcoin-Kurs über dem 200-Wochen-Durchschnitt von rund 58.239 Dollar bleibt. Diese Unterstützung wurde kürzlich erfolgreich verteidigt. Solange diese Marke hält, hält er eine Erholung in die Zone zwischen 73.000 und 75.000 Dollar für möglich.
Unter Händlern wächst die Angst vor einer neuen Welle von Liquidationen, sollte der Bitcoin-Kurs in Richtung 60.000 Dollar sinken. Diese Marke wird als wichtige psychologische Grenze gesehen. Ein deutlicher Durchbruch darunter könnte zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen, da gehebelte Positionen automatisch geschlossen würden.
Eine sinkende Nachfrage bei Spot-ETFs geht zudem oft mit schwachen Marktphasen einher. Solange große institutionelle Investoren abwarten, fehlt es an frischem Kapital, um eine solide Erholung zu tragen.
Die kommenden Tage könnten daher entscheidend sein. Prallt der Bitcoin-Kurs in Richtung 73.000 Dollar ab, oder rutscht der Markt doch in die risikoreiche Zone um 60.000 Dollar?
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