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Bitcoin (BTC) könnte in den kommenden Monaten unter Druck geraten, sollte Kevin Warsh Jerome Powell als Vorsitzender der Federal Reserve ablösen. Historisch gesehen zeigte Bitcoin in den ersten Monaten nach der Ernennung eines neuen Fed-Vorsitzenden häufig Schwäche.

Der pseudonyme Analyst CRYPTOWZRD beobachtete, dass Bitcoin bei früheren Wechseln an der Fed-Spitze oft mehrere Monate korrigierte, bevor sich der Markt wieder erholte. Die entscheidende Frage ist nun, ob Bitcoin dieses Muster durchbrechen kann oder ob zunächst ein weiterer Rückgang erfolgt.

Diese Woche zeigte eine Studie zudem, dass der S&P 500 nach der Ernennung eines neuen Fed-Vorsitzenden im Durchschnitt um 16 Prozent innerhalb von sechs Monaten fällt.

Neuer Fed-Vorsitzender sorgt für Unsicherheit

Der Zeitpunkt des Führungswechsels bei der US-Notenbank ist heikel. Der S&P 500 bewegt sich nahe seiner Rekordstände, während Bitcoin Schwierigkeiten hat, wichtige Widerstandszonen nachhaltig zu überwinden. Eine Veränderung an der Spitze der Fed könnte zusätzliche Unsicherheit bringen.

Hinzu kommt, dass die Zinspolitik immer politisch sensibler wird. Donald Trump hat Jerome Powell mehrfach kritisiert, weil er die Zinsen nicht schneller gesenkt hat. Trump erklärte, er wäre enttäuscht, wenn Warsh bei seiner ersten Fed-Sitzung im Juni nicht sofort eine Zinssenkung beschließt.

Theoretisch wäre eine Zinssenkung für Bitcoin positiv. Niedrigere Zinsen machen risikoreichere Anlagen attraktiver und könnten zusätzliche Liquidität in die Märkte spülen. Doch die Frage bleibt, ob Warsh tatsächlich schnell lockern will.

Warsh sendet gemischte Signale

Warsh wird von den Märkten unterschiedlich wahrgenommen. Einerseits scheint er Spielraum für Zinssenkungen schaffen zu wollen. Andererseits war er in der Vergangenheit kritisch gegenüber der expansiven Fed-Politik nach der Coronakrise.

Er bezeichnete es rückblickend als großen Fehler, dass die Fed 2021 und 2022 die Zinsen zu lange niedrig hielt, obwohl die Inflation bereits stark anstieg. Dies deutet darauf hin, dass Warsh mit schnellen Zinssenkungen vorsichtig sein könnte, solange Inflationsrisiken bestehen.

Warsh äußerte sich auch kritisch zum Aufblähen der Fed-Bilanz. Dies ist entscheidend, da eine Bilanzausweitung normalerweise positiv für Aktien, den Bitcoin-Kurs und andere riskante Anlagen ist. Sollte Warsh hier zurückhaltend agieren, könnte dies die Märkte vorübergehend bremsen.

Dennoch steigt die Liquidität

Gleichzeitig gibt es auch positive Anzeichen. Analysten zufolge hat die Fed in den letzten Monaten etwa 200 Milliarden Dollar in US-Staatsanleihen investiert.

Dies deutet auf eine leichte Form der Liquiditätsunterstützung hin. Solche Bedingungen sind historisch oft günstig für risikoreiche Anlagen, da mehr Kapital im Finanzsystem verfügbar wird.

Es entsteht somit ein gemischtes Bild. Einerseits könnte der Amtsantritt von Warsh für Unsicherheit und kurzfristigen Druck sorgen. Andererseits scheint sich das Liquiditätsumfeld bereits etwas aufzuhellen.

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