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Der Bitcoin-Kurs stürzte gestern Abend um 4.300 Dollar ab durch die glühend heißen US-Inflationsdaten, erholte sich aber in den folgenden Stunden. Mittlerweile steht der Kurs „ganz normal“ wieder bei 72.000 Dollar und es scheint, als hätten die Bullen nach wie vor die Kontrolle über den Markt.
Was ist hier los? Warum fiel der Bitcoin-Kurs und warum sind wir mittlerweile wieder gestiegen?
Ursprünglich fiel der Bitcoin-Kurs, weil der US-Verbraucherpreisindex (CPI) mit 3,2% höher ausfiel als die erwarteten 3,1%. Auch auf monatlicher Basis war der Anstieg mit 0,4% höher als zunächst angenommen.

Laut den offiziellen Daten des Bureau of Labor Statistics (BLS) trugen insbesondere die steigenden Preise auf dem Wohnungsmarkt und die Benzinkosten zum monatlichen Anstieg des CPI bei.
Der Bitcoin-Kurs fiel, weil der Markt diese Daten als Grund für die US-Zentralbank interpretiert, mit der Senkung der Zinsen noch zu warten. Aber auf lange Sicht könnte dies tatsächlich bullish sein. Ist das der Grund, warum der Bitcoin-Kurs fast sofort danach wieder erholte?
Wenn die US-Zentralbank aufgrund der hohen Inflation noch länger warten muss (oder wird) mit der Senkung der Zinsen, dann könnte dies ein gigantisches Problem für die US-Regierung darstellen.
Sie kämpfen mit einer Schuldenlast von ~34,5 Billionen (!) Dollar und durch die hohen Zinsen müssen sie immer mehr dieser Schulden zu den aktuellen hohen Zinsen umschulden.
Je länger die Zinsen auf diesem Niveau bleiben, desto mehr steigen die Zinskosten der US-Regierung. Das führt wiederum zu wachsenden Haushaltsdefiziten, wodurch die Schulden weiter zunehmen und anschließend die Zinskosten wieder.
Das ergibt eine negative Schulden-Spirale, was zu Lasten des US-Dollars geht und das ist wiederum positiv für Bitcoin. Theoretisch könnte dadurch eine „Flucht in die Knappheit“ entstehen, bei der die Menschen den US-Dollar hinter sich lassen und sich für die Knappheit von Bitcoin, Gold, Aktien, Immobilien und allem anderen entscheiden, was die Regierung nicht nachdrucken kann.
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