Während Bitcoin (BTC) mehr als 24 % unter seinem Allzeithoch vom Januar notiert, bleibt die allgemeine Erwartung unter Analysten bestehen, dass der eigentliche Höhepunkt dieses Zyklus noch bevorsteht. Experten zufolge ist der aktuelle Rückgang eine logische Korrektur innerhalb eines langanhaltenden Aufwärtstrends.

Korrektur passt in das historische Muster

Seit Bitcoin im Januar einen Rekordpreis von 109.000 US-Dollar erreichte, hat die Währung stark nachgegeben. Aktuell schwankt der Bitcoin-Kurs um 83.285 US-Dollar. Dennoch gibt es laut Analysten keinen Grund zur Panik.

Ben Simpson, CEO von Collective Shift, betrachtet den aktuellen Rückgang als eine normale Phase im Zyklus. „Wir haben in diesem Zyklus erst drei oder vier Korrekturen von mehr als 25 % erlebt, während es im vorherigen Zyklus zwölf waren.“ „Das gehört dazu.“ Er weist auf eine Überhitzung des Marktes hin und eine notwendige Korrektur, um eine neue Basis zu bilden.

Auch Nick Forster, Mitbegründer von Derive, sieht keinen Grund zur Besorgnis. „Historisch gesehen durchläuft Bitcoin solche Korrekturen während längerer Rallyes.“ „Dieses Mal ist es nicht anders.“

Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Bullenmärkten ist der Einfluss makroökonomischer Faktoren. Seit der Wahl von Donald Trump im November ist Bitcoin stark gestiegen, unter anderem aufgrund der Erwartung, dass seine Politik für die Märkte vorteilhaft sein wird.

Was ist der nächste Katalysator?

Laut Simpson wird der nächste Aufwärtsimpuls wahrscheinlich von Zinssenkungen durch die Federal Reserve (FED) abhängen. „Der Markt wartet auf ein neues Narrativ.“ „Sollte die Fed später in diesem Jahr die Straffung beenden und die Liquidität steigen, könnte dies der Katalysator für eine erneute Erholung sein.“

Dennoch sind nicht alle überzeugt. Charles Edwards von Capriole Investments schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Bullenmarkt vorbei ist, auf 50 %. „Basierend auf On-Chain-Daten sieht es derzeit positiv aus, aber das kann sich schnell ändern.“ „Falls die Fed später in diesem Jahr die Bilanzreduzierung stoppt und die Dollar-Liquidität steigt, gibt es noch viel Aufwärtspotenzial.“

Obwohl die Meinungen auseinandergehen, scheinen sich die meisten Analysten einig zu sein, dass die aktuelle Korrektur im normalen Verlauf eines Bullenmarktes liegt. Ob und wann Bitcoin seinen nächsten großen Sprung macht, hängt weitgehend von der breiteren wirtschaftlichen Lage ab.

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