Der Bitcoin Kurs entwickelt sich erneut parallel zu den Aktienmärkten. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Kryptowährung noch im März sowohl Gold als auch Aktien übertraf. Doch aufgrund der steigenden geopolitischen Spannungen und dem Entfall erwarteter Zinssenkungen hat sich die Stimmung rasch verschlechtert.

Analysten warnen, dass diese veränderte Korrelation ein Hinweis darauf sein könnte, dass der finanzielle Druck umfassender wird, was sich möglicherweise negativ auf den Bitcoin Kurs auswirken könnte.

Von Outperformance zu Marktängsten

Anfang März schien sich Bitcoin noch von den traditionellen Märkten zu lösen. Während sich Anleger über den Konflikt im Nahen Osten Sorgen machten, hielt sich die Kryptowährung relativ stabil.

Dieses Bild hat sich jedoch in der vergangenen Woche gewandelt. Laut Stimmungsindikatoren sind sowohl der Kryptomarkt als auch die Aktienmärkte in eine Phase extremer Angst zurückgefallen.

  • Der Crypto Fear & Greed Index zeigt erneut extreme Angst
  • Auch Umfragen unter Aktienanlegern weisen auf eine stark bärische Stimmung hin
  • Zinssenkungen durch Zentralbanken werden kaum noch erwartet

Diese Kombination führt dazu, dass risikobehaftete Anlagen gleichzeitig unter Druck geraten.

Positive Korrelation könnte Warnsignal sein

Historisch betrachtet deutet eine steigende Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 häufig darauf hin, dass Anleger weltweit Risiken meiden. Laut Tony Severino könnte ein Wechsel von negativer zu positiver Korrelation sogar größeren Korrekturen vorausgehen.

Sollten die Aktienkurse weiter fallen, besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin diesem Muster folgt. Eine kurzfristige Erholung könnte dann eher als vorübergehende Gegenbewegung, ein sogenannter dead cat bounce, wahrgenommen werden, statt als Beginn einer nachhaltigen Rally.

Die technische Analyse zeigt, dass das Kursniveau um 68.000 Dollar derzeit entscheidend ist. Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte laut einigen Szenarien Platz für einen weiteren Rückgang auf etwa 65.000 Dollar schaffen.

Bitcoin ringt mit wichtiger Schwelle. Quelle: TradingView

Derzeit scheint Bitcoin Schwierigkeiten zu haben, sich zu behaupten. Das hängt natürlich mit dem Iran-Krieg zusammen. Diese Marke ist relevant, da hier nicht nur der 200-Wochen exponentielle Kursdurchschnitt liegt, sondern auch das Allzeithoch der Bullmarkt-Rally von 2021 erreicht wurde.

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