Bitcoin (BTC) hat an diesem Wochenende einen deutlichen Rückgang verzeichnet, ausgelöst durch eine weitere Eskalation im Nahen Osten. Donald Trump hat Iran ein Ultimatum hinsichtlich der angespannten Lage in der Straße von Hormuz gestellt. Infolgedessen hat die größte Kryptowährung wichtige Unterstützungsniveaus verloren, doch die Optimisten geben noch nicht auf.
Technischer Analyst Ivo Melchers von Newsbit hat die Charts analysiert, um einen aktuellen Einblick in die Situation von Bitcoin zu geben.
Kurskorrektur für Bitcoin
Die besorgniserregendste Grafik betrachten wir zuerst: die Wochenansicht. Bitcoin wurde an der roten Widerstandszone, die im April letzten Jahres noch Unterstützung bot, deutlich abgewiesen. Nach einem Höchststand von 76.000 Dollar in der Nacht von Montag ist der Kurs um über 11 Prozent gefallen.

Gestern schloss die Tageskerze bei 67.850 Dollar, wodurch Bitcoin wieder unter das 200-Wochen exponentielle gleitende Mittel (die grüne Linie) bei etwa 68.400 Dollar gefallen ist. Damit hat Bitcoin bisher nur eine Wochenkerze oberhalb dieser Linie geschlossen.
Derzeit versucht der Kurs erneut, diese Linie zu überwinden. Gelingt dies nicht, müssen wir mit einem Rückgang zum 200-Wochen einfachen gleitenden Mittel (die blaue Linie) knapp über 59.000 Dollar rechnen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Linien besteht darin, dass die exponentielle Linie jüngeren Wochen mehr Gewicht verleiht.
Bisher hat Bitcoin in jedem Bärenmarkt das 20-Wochen einfache gleitende Mittel erreicht. In den Jahren 2015 und 2018 war dies der Punkt, an dem der Boden gefunden wurde, während es 2022 sogar noch um einige Prozente weiter nach unten ging.
Zwischen etwa 63.000 und 60.000 Dollar besteht jedoch eine starke Unterstützung. Anfang des letzten Monats wurde ein Tiefpunkt knapp unter 60.000 Dollar erreicht.
Entscheidende Phase für Bitcoin
Wenn wir nun genauer hinschauen, sehen wir, dass Bitcoin auf der Vier-Stunden-Grafik bereits seit einiger Zeit in einem aufsteigenden Kanal verläuft. In der vergangenen Woche ist der BTC-Kurs an der Mittellinie abgeprallt, und an diesem Wochenende hat sich die Lage verschlechtert, bis unter die Unterstützung von 69.500 bis 69.000 Dollar.

Gestern spät in der Nacht wurde ein Tiefpunkt von etwa 67.400 Dollar erreicht, und seitdem ist der Kurs um 1.000 Dollar gestiegen. Nun steht der entscheidende Moment bevor: Kann die frühere Unterstützung zurückerobert werden, oder wird sie nun zum Widerstand?
Bei einer Abweisung wird das Niveau um 65.500 Dollar zur letzten Rettung, um einen Absturz in Richtung 60.000 Dollar zu verhindern.
Wir haben zudem noch eine CME-Lücke um die 70.000 Dollar. Durch den Kursrückgang am vergangenen Wochenende ist bei den Bitcoin-Futures der Chicago Mercantile Exchange (CME) eine Lücke entstanden. In den vergangenen Jahren wurden viele dieser Lücken schnell wieder geschlossen, aber das bietet keinerlei Garantien.
Bitcoin-Dips werden wieder gekauft: Warum dieser Kursanstieg anders ist
Der Bitcoin-Kurs verhält sich derzeit deutlich anders als im vergangenen Jahr. Dadurch wird jede Korrektur nun deutlich interessanter.
Newsbit-Analyst: Bitcoin braucht jetzt den Ausbruch – sonst droht ein Rücksetzer
Der Bitcoin-Kurs scheiterte im Mai an derselben Marke, danach folgte ein deutlicher Rückgang. Wiederholt sich die Geschichte? Die Analyse.
Bitcoin vor Neuland: US-Renditen von 6 Prozent rücken näher
Die US-Renditen steigen rasant. Wird das für Bitcoin zum Risiko? Als die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf 6 Prozent kletterte, gab es Bitcoin noch nicht einmal.
Meistgelesen
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Nvidia erwartet Robotikmarkt von 50 Billionen Dollar: Fünf Aktien im Blick
Jensen Huang sieht rund um physische KI und humanoide Roboter einen riesigen Markt entstehen. Diese fünf Unternehmen könnten davon profitieren.
