Bitcoin (BTC) hat erneut Geschichte geschrieben. Die digitale Währung durchbrach heute ihr vorheriges Allzeithoch und steht nun bei $109.000. Gleichzeitig erreicht auch der Futuresmarkt neue Rekordniveaus, teils dank zunehmender institutioneller Interesse und eines makroökonomischen Klimas, das günstig für alternative Anlagen ist.
Rekordmenge an offenen Futurespositionen
Am 20. Mai stieg der Gesamtwert der offenen Bitcoin Futures auf einen Rekord von $72 Milliarden, ein Anstieg von 8% im Vergleich zur Vorwoche. Vor allem institutionelle Parteien erhöhen ihre Exposition durch Hebelpositionen. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) führt die Liste mit $16,9 Milliarden an, gefolgt von Binance mit $12 Milliarden.
Der Ausbruch über die Widerstandszone von $107.000 bis $108.000 hat inzwischen zur Liquidation einer großen Anzahl von Shortpositionen geführt, mit einem geschätzten Wert von $1,2 Milliarden. Diese erzwungenen Schließungen sorgten für zusätzlichen Kaufdruck und beschleunigten die Aufwärtsbewegung in Richtung $109.000.
Makroökonomische Bedingungen wirken sich zugunsten von Bitcoin aus
Der steigende Zins auf 20-jährige US-Staatsanleihen – der kürzlich in Richtung 5% tendierte – deutet auf eine abnehmende Nachfrage hin. Dadurch wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve erneut als Käufer von Staatsanleihen eingreifen muss. Eine solche Wendung würde zusätzlichen Druck auf den Dollar ausüben und Investoren dazu bringen, auf Alternativen wie Bitcoin auszuweichen.
Bitcoin profitiert dabei nicht nur von einem schwachen Dollar, sondern auch von den zunehmenden Zweifeln an der amerikanischen Haushaltspolitik. Die Währung wird zunehmend als digitale Alternative zu traditionellen sicheren Anlagen angesehen.
Strategische Verschiebungen: von Gold zu Bitcoin?
Obwohl Gold mit einem Marktwert von $22 Billionen immer noch dominant als globale Reserve ist, experimentieren einige Länder mittlerweile mit dem Halten von Bitcoin als strategisches Vermögen. Allein eine Verschiebung von 5% der amerikanischen Goldreserven zu BTC würde einen Zufluss von etwa $105 Milliarden bedeuten – gut für ungefähr eine Million Bitcoin bei einem Kurs von $105.000.
Auch Unternehmen machen sich bemerkbar. Strategy – das ehemalige MicroStrategy – hat mittlerweile mehr als eine halbe Million BTC in der Bilanz. Es illustriert, wie groß der institutionelle Einfluss auf den Kurs mittlerweile geworden ist.
Blick auf $110.000
Mit den jüngsten Rekorden auf dem Spotmarkt, einem angespannten Futuresmarkt und der steigenden weltweiten Nachfrage scheint ein Durchbruch zu $110.000 nur eine Frage der Zeit zu sein. Solange makroökonomische Unsicherheit anhält und traditionelle Märkte unter Druck stehen, bleibt Bitcoin die attraktive Alternative für Investoren weltweit.
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