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Der Bitcoin-Kurs liegt zwar etwa 50 Prozent unter seinem Allzeithoch von Oktober, doch unter der Oberfläche zeigt sich ein anderes Bild. Laut dem Finanzdienstleister River Financial gibt es keinen Bärenmarkt bei der Adoption.
Im Gegenteil: Die Bitcoin-Adoption durch Institutionen, Banken, Unternehmen und sogar Länder soll sich bis 2025 erheblich beschleunigen.
Dem Bericht zufolge erwarben institutionelle Investoren im Jahr 2025 insgesamt 829.000 Bitcoin. Dazu zählen Käufe durch Unternehmen, Regierungen, Fonds und ETFs.

Registrierte Vermögensberater sind mittlerweile seit acht Quartalen in Folge Netto-Käufer von Bitcoin. Der Zufluss in Spot-ETFs beträgt im Durchschnitt etwa 1,5 Milliarden Dollar pro Quartal über die letzten zwei Jahre.
Das bedeutet, dass Millionen von Anlegern über Pensionskonten, Brokerages und Unternehmensbilanzen erstmals Zugang zu Bitcoin erhalten.
Damit verschiebt sich die Adoption von einer Nische in den Mainstream.
River berichtet, dass etwa 60 Prozent der größten US-Banken an Bitcoin-bezogenen Produkten arbeiten. Dank eines günstigeren regulatorischen Umfelds können Banken inzwischen Verwahrungsdienste anbieten und eigene Bitcoin-Produkte lancieren.
Auch börsennotierte Unternehmen erhöhen ihre Bitcoin-Beteiligungen. Im Jahr 2025 waren Unternehmen sogar die größten Netto-Käufer von Bitcoin, insbesondere durch sogenannte börsennotierte Treasury-Unternehmen. Ihre Adoption wuchs im vergangenen Jahr um das 2,5-Fache.

Nicht nur die Wall Street umarmt Bitcoin. Auch die Adoption bei Einzelhändlern nahm stark zu. Die Zahl der US-Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, hat sich 2025 verdreifacht. Weltweit stieg die Nutzung um 74 Prozent.
Das Lightning-Netzwerk verzeichnete sogar einen Zuwachs im Transaktionsvolumen von 300 Prozent. Laut River verarbeitet das Netzwerk mittlerweile mehr als 1,1 Milliarden Dollar pro Monat. Dies deutet auf eine zunehmende Nutzung von Bitcoin als Zahlungsinfrastruktur hin, und nicht nur als Wertaufbewahrungsmittel.
Auch auf staatlicher Ebene nimmt das Engagement zu. Im Jahr 2025 fügten fünf Länder Bitcoin zu ihren Reserven hinzu, darunter über Staatsfonds in Luxemburg und Saudi-Arabien und über eine Zentralbank in Tschechien. Zudem werden Brasilien und Taiwan erwähnt.
River schätzt, dass mittlerweile 23 Länder auf irgendeine Weise Bitcoin besitzen, sei es durch staatlichen Bergbau, Beschlagnahmungen oder zentrale Bankbeteiligungen.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt aus dem Bericht: Die Volatilität von Bitcoin sinkt und nähert sich der von Gold und dem S&P 500.

Niedrigere Volatilität senkt die Hürde für risikoscheue Anleger. Je mehr die Preisschwankungen abnehmen, desto attraktiver wird Bitcoin für größere, konservativere Kapitalströme. Das unterstützt das Narrativ, dass Bitcoin zu einer reifen Asset-Klasse heranwächst.
Die Paradoxie ist offensichtlich: Die Adoption beschleunigt sich, aber der Preis stagniert. Laut River bedeutet dies nicht, dass die Geschichte endet, sondern dass sich die Marktstruktur verändert hat. Institutionelle Akkumulation und Infrastrukturentwicklung führen nicht immer direkt zu Kursanstiegen.
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