Der ehemalige Binance CEO Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, ist erneut mit The Wall Street Journal aneinandergeraten. In einer heftigen Reaktion bezeichnete er den neuesten Artikel der Zeitung als „Hit Piece“ voller Unwahrheiten, Anspielungen und verdrehter Fakten. Laut CZ ist der Artikel Teil einer breiteren Kampagne gegen den Kryptosektor in den USA.
Zhao nicht an Trumps Krypto-Projekten beteiligt
Der Anlass? Eine Untersuchung der WSJ über Zhaos angebliche Rolle bei World Liberty Financial (WLF), einer Krypto-Initiative mit Verbindungen zum Trump-Lager. Trumps Söhne, Eric und Donald Jr., sind bei dem Unternehmen beteiligt, das angeblich über 600 Millionen Dollar durch Tokenverkäufe eingenommen hat.
Die Zeitung suggerierte, dass Zhao als „Fixer“ für das WLF-Team fungierte und an ausländischen Geschäften beteiligt war, einschließlich eines Treffens in Pakistan, das zu einer Absichtserklärung mit einem lokalen Beamten führte.
Laut CZ stimmt das nicht. Er behauptet, dass er diesen pakistanischen Beamten erst während dieser Reise zum ersten Mal traf und dass die Verbindung zu WLF bereits bestand, bevor er dazukam. „Ich arrangiere keine Geschäfte für andere,“ sagte CZ. „Das ist einfach Unsinn.“
Bemerkenswert ist, dass Zhao gleichzeitig bestätigte, dass er über den Trump-Kanal an einer präsidentiellen Begnadigung für seine frühere Verurteilung wegen Geldwäsche arbeitet. Damit scheint der WSJ-Vorschlag, dass Zhao politisches Wohlwollen sucht, zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein.
Sie wollen Krypto sabotieren
Aber der eigentliche Ausfall von Zhao richtet sich gegen die vermeintlichen Motive der Zeitung. In seinen Worten ist die WSJ „zu einem Sprachrohr von Anti-Krypto-Interessengruppen geworden“, die nichts lieber wollen, als den Aufstieg einer pro-Krypto-Politik in den USA zu sabotieren.
Auch bemerkenswert: Der Name des Tron-Gründers Justin Sun taucht erneut auf. Er investierte in WLF und saß am 22. Mai bei einem exklusiven Dinner mit Trump am Tisch, um die ‚TRUMP‘-Memecoin zu besprechen, zusammen mit unter anderem Jack Lu von Magic Eden und BitMart-Chef Sheldon Xia.
Zhao behauptet, dass sein Team mehrere faktische Ungenauigkeiten in der WSJ-Geschichte aufgedeckt hatte, bevor sie veröffentlicht wurde. Dennoch hätte die Zeitung diese Korrekturen ignoriert. Laut CZ zeigt dies, dass der Artikel mit einem Ziel geschrieben wurde: seinen Ruf zu schädigen und den Sektor unter Druck zu setzen.
Es ist nicht das erste Mal, dass CZ der WSJ Verleumdung vorwirft. Im April veröffentlichte die Zeitung, dass er gegen Justin Sun aussagen würde im Austausch für eine Strafmilderung. Auch diese Beschuldigung wischte Zhao entschieden vom Tisch.
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