Eine Person, die sich als Kundenservicemitarbeiter der Kryptobörse Coinbase ausgab, hat Berichten zufolge mehr als 2 Millionen Dollar in Kryptowährungen von ahnungslosen Nutzern gestohlen. Das berichtet der Blockchain-Forscher ZachXBT, der fĂ¼r das AufspĂ¼ren von Betrug in der Kryptoszene bekannt ist.

ZachXBT zufolge gelang es dem Verdächtigen, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen, indem er sich professionell und Ă¼berzeugend als Coinbase-Helpdesk-Mitarbeiter darstellte. Durch Telefongespräche und Nachrichten wurden Nutzer dazu verleitet, Handlungen vorzunehmen, die letztendlich zur Leerung ihrer Konten fĂ¼hrten.

Untersuchung zu groĂŸangelegtem Kryptobetrug

Der Forscher gibt an, die Identität des mutmaĂŸlichen BetrĂ¼gers durch den Vergleich verschiedener digitaler Spuren ermittelt zu haben. Dazu gehörten unter anderem Screenshots von Telegram-Chats, Beiträge in sozialen Medien und Transaktionen, die auf der Blockchain sichtbar sind. In einem geteilten Video ist zu sehen, wie der Verdächtige telefonisch angeblich UnterstĂ¼tzung fĂ¼r ein Opfer leistet.

Der BetrĂ¼ger soll aus Kanada stammen und im vergangenen Jahr in groĂŸem Stil Social Engineering eingesetzt haben. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle sich als vertrauenswĂ¼rdige Organisationen oder Personen ausgeben, um Opfer zu manipulieren.

Social Engineering als wichtiges Werkzeug

Die gestohlenen Kryptowährungen wurden laut ZachXBT fĂ¼r luxuriöse Ausgaben verwendet, wie exklusive Benutzernamen in sozialen Medien, teure AusflĂ¼ge und GlĂ¼cksspiel. Gleichzeitig versuchte der Verdächtige, seine Spuren zu verwischen, indem er alte Konten löschte und neue erstellte.

Diese Versuche erwiesen sich jedoch als unzureichend. Auf sozialen Medien soll der mutmaĂŸliche BetrĂ¼ger regelmĂ¤ĂŸig mit seinem Lebensstil angegeben haben. Das machte es den Ermittlern sogar einfacher, seine Aktivitäten und Identität zu verfolgen.

Fehler verraten die Identität des Verdächtigen

ZachXBT gibt an, sogar die Wohnadresse der Person mit Hilfe öffentlich zugänglicher Informationen ermittelt zu haben. Diese Daten wurden jedoch nicht geteilt, aufgrund der Richtlinien der Plattform X.

Der Fall zeigt, wie anfällig insbesondere unerfahrene Kryptonutzer fĂ¼r solche BetrĂ¼gereien sein können. Während erfahrene Nutzer oft wissen, worauf sie achten mĂ¼ssen, sind neue Nutzer einem grĂ¶ĂŸeren Risiko ausgesetzt, in die Irre gefĂ¼hrt zu werden.

Warnung fĂ¼r unerfahrene Kryptonutzer

Experten betonen daher die Wichtigkeit der Wachsamkeit bei der Nutzung von Kryptodiensten. Nutzern wird geraten, niemals auf unerwartete Links zu klicken und nicht auf unaufgeforderte Anrufe oder Nachrichten zu reagieren.

Bei Zweifeln sollte immer direkt Ă¼ber die offizielle Webseite oder App des Plattformanbieters Kontakt mit dem Kundenservice aufgenommen werden. Echte Mitarbeiter von Kryptobörsen werden niemals nach Passwörtern, Wiederherstellungsphrasen oder der Ăœberweisung von Geld in eine private Wallet fragen und Gespräche nicht auf Chat-Apps wie Telegram verlagern.

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