Der Bitcoin-Kurs steht erneut unter Druck nach deutlichen Aussagen des US-Finanzministers Scott Bessent. Während einer angespannten Anhörung im Kongress machte er klar, dass die Regierung keine Befugnis hat, Banken zur Unterstützung von Bitcoin (BTC) zu verpflichten, ein Signal, das Anleger nicht ignorieren.

Bitcoin-Kurs unter Druck nach Bessents Kommentaren

Bitcoin fiel am Mittwoch unter die wichtige Marke von 71.000 Dollar, nachdem Minister Bessent erklärte, dass er „nicht die Befugnis“ habe, Banken zum Einstieg in Krypto zu bewegen. Diese Aussage folgte auf einen angespannten Austausch mit dem Kongressabgeordneten Brad Sherman während einer Anhörung des House Financial Services Committees.

„Ich bin Finanzminister. Ich habe dafür keine Befugnis. Auch als Vorsitzender des Financial Stability Oversight Councils (FSOC) habe ich diese Befugnis nicht“, erklärte Bessent unmissverständlich.

Die Äußerungen folgten auf Fragen, ob die US-Regierung Bitcoin bei einem großen Crash stützen könnte. Bessent lehnte es auch ab, auf den Vorschlag einzugehen, Bankreserven so anzupassen, dass Investitionen in Krypto oder ‚Trump Coin‘ gefördert werden.

Strategische Bitcoin-Reserve darf nicht ausgeweitet werden

Bessent bestätigte, dass die US-Regierung weiterhin über eine beträchtliche Menge an beschlagnahmtem Bitcoin verfügt. Diese Reserve sei laut ihm im Wert von 500 Millionen auf über 15 Milliarden Dollar gewachsen. Ein Präsidialdekret von 2025 legt jedoch fest, dass die Regierung nur noch BTC hinzufügen darf, wenn diese aus Beschlagnahmungen stammen oder durch ‚budgetneutrale Strategien‘ wie den Tausch von Öl oder Gold gegen Bitcoin erworben werden.

In einer früheren Erklärung aus dem August 2025 hatte Bessent angegeben, dass das Ministerium prüft, ob solche Strategien praktikabel sind, doch konkrete Pläne gibt es bisher nicht.

Politische Spannungen und Marktdruck verstärken Kursrückgang

Die Finanzmärkte reagierten heftig auf Bessents Kommentare, zumal sie auf mehrere negative Impulse für den Kryptomarkt folgten. So führte die Ernennung von Kevin Warsh, bekannt als Falke, zum neuen Vorsitzenden der Federal Reserve zu weiterer Unsicherheit. Zudem warnte der Investor Michael Burry vor einer „Todesspirale“ im Bitcoin-Kurs, die seiner Meinung nach zu massiver Wertvernichtung führen könnte.

Analysten von 10X Research stellen fest, dass sich die Marktstimmung deutlich verschlechtert hat. „Anleger sind noch nicht bereit, den Rückgang zu nutzen“, so ihre Einschätzung, unter Hinweis auf sinkende Zuflüsse und fehlende Überzeugung für eine Erholungsrally.

Der Bitcoin-Kurs ist inzwischen seit Jahresbeginn um 18 Prozent gefallen. Der Markt bleibt fragil, und ohne ein klares positives Momentum fokussieren sich Anleger vor allem auf den Abbau von Risiken.

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