Der Bitcoin-Kurs ist stark gefallen und rutschte unter die Marke von 71.000 Dollar. Damit erreichte die größte Kryptowährung den tiefsten Stand seit über einem Jahr.
Der Rückgang ist Teil einer umfassenderen Verkaufswelle auf den Finanzmärkten, bei der Anleger massenhaft risikoreiche Anlagen abstoßen und das Vertrauen schnell schwindet.
Bitcoin (BTC) verlor in der Nacht erneut an Boden und fiel auf ein Tief von 70.090 Dollar. Dieses Niveau wurde zuletzt vor über fünfzehn Monaten erreicht.
Seit dem Höchststand im vergangenen Herbst ist der Kurs mittlerweile um mehr als vierzig Prozent gesunken. Marktkenner sehen die Ursache diesmal nicht nur innerhalb des Kryptomarktes, sondern vor allem in der zunehmenden Unruhe auf den weltweiten Finanzmärkten.

Bitcoin-Kurs unter Druck durch globale Unruhe
Während frühere Rückgänge vor allem durch Liquidationen innerhalb des Kryptomarktes verursacht wurden, verweisen Analysten nun auf Spannungen auf allen Finanzmärkten. Amerikanische Technologiewerte erlitten schwere Verluste und zogen risikoreiche Anlagen, darunter auch Kryptowährungen, mit nach unten.
Analysten sprechen von einer „Vertrauenskrise“ auf dem Markt. Anleger ziehen sich zurück, da die Unsicherheit zunimmt und frühere Gewissheiten schwinden. Dieses Sentiment trifft Bitcoin besonders hart, da die Währung immer häufiger mit den Aktienmärkten korreliert.
Auch das Konzept, dass Bitcoin in turbulenten Zeiten als sicherer Hafen gilt, wird erneut infrage gestellt. Die Währung steht in diesem Jahr bereits stark im Minus und folgt dem Abwärtstrend anderer risikoreicher Anlagen.
Angst auf dem Kryptomarkt wächst
Das negative Sentiment ist unter Anlegern deutlich spürbar. Händler berichten von extremer Angst auf dem Kryptomarkt, nachdem innerhalb kurzer Zeit Hunderte Milliarden Dollar an Wert verdampft sind. Allein in der vergangenen Woche verlor der gesamte Kryptomarkt mehr als Hunderte Milliarden Dollar.
Verschiedene Analysten warnen, dass es um die aktuellen Niveaus spannend wird. Sollte der Bitcoin-Kurs dauerhaft unter 72.000 Dollar bleiben, halten sie einen weiteren Rückgang in Richtung 68.000 Dollar für nicht ausgeschlossen. Das würde bedeuten, dass BTC auf Niveaus von vor der starken Rallye Anfang dieses Jahres zurückfällt.
Bitcoin-ETFs verzeichnen schwankende Geldströme
Auch bei amerikanischen Bitcoin-Exchange-Traded Funds zeigt sich die Unsicherheit. Nach einem starken Zufluss von Hunderten Millionen Dollar zu Beginn der Woche folgte einen Tag später eine erhebliche Abflussbewegung. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger nach wie vor über ihre Bitcoin-Positionen im Unklaren sind.
Die Kombination aus fallenden Aktienmärkten, zurückhaltenden Investoren und wachsender Skepsis über die Rolle von Kryptowährungen als Schutz gegen Marktstress übt zusätzlichen Druck aus. Solange diese Unruhe anhält, bleibt der Bitcoin-Kurs anfällig für weitere Schwankungen.
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