Der Marktwert von Altcoins, also alle Kryptowährungen außer Bitcoin, Ethereum und Stablecoins, bleibt unter Druck. Laut Krypto-Analyst Benjamin Cowen ist vorerst kein Erholungszeichen sichtbar. Im Gegenteil: Der Trend scheint strukturell abwärts zu sein, besonders im Vergleich zu Bitcoin.

Altcoins werden gegenüber Bitcoin verlieren

Cowen bezieht sich auf das sogenannte TOTAL3/BTC-Diagramm, das die gemeinsame Leistung von Altcoins im Vergleich zu Bitcoin darstellt. Dieses Diagramm befindet sich mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Monaten: 0,33. Laut Cowen könnte dieses Niveau weiter auf 0,25 fallen. „Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit“, sagt der Analyst.

Die Botschaft ist klar: Viele Altcoins verlieren strukturell an Boden gegenüber Bitcoin, und das wird sich vorerst nicht ändern. „Es spielt keine Rolle, wie stark deine Community ist oder wie engagiert die Entwickler sind. Viele Altcoins verbluten einfach langsam im Vergleich zu Bitcoin“, sagt Cowen in einem kürzlichen Video auf YouTube, wo er mehr als 900.000 Abonnenten hat.

Der Analyst bezeichnet Altcoins als „Oszillatoren im besten Fall“. Damit meint er, dass sie gelegentlich eine kurzfristige Erholung erleben, aber letztendlich wieder an Boden verlieren. „Wenn einzelne Altcoins schwächer sind als Bitcoin, dann gilt das auch für das Kollektiv“, fügt er hinzu.

Bild passt zu breiterem Trend

Das Bild passt in einen breiteren Trend. Seit Anfang 2022 stehen Altcoins unter Druck, und seitdem wurde keine strukturelle Basis gebildet. Noch stärker, am 1. Juni setzten viele Altcoins erneut ein niedrigeres Tief gegenüber Bitcoin.

Cowen: „Jede frühere Vorhersage eines Bodens in Alt/BTC-Paaren hat sich einfach als falsch erwiesen. Das Diagramm zeigt, was wirklich passiert: Menschen steigen langsam aber sicher aus Altcoins aus und konvertieren zu Bitcoin.“

Für Investoren wirft dies die Frage auf, ob es sich noch lohnt, in Altcoins zu investieren, oder ob es klüger ist, den Fokus vollständig auf Bitcoin zu verlegen. Eine echte Altseason scheint vorerst weit entfernt.

Der Altmarkt ist noch nicht tot, aber wer auf die Zahlen schaut, sieht ein klares Signal: Bitcoin bleibt vorerst der Chef.

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