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Das Ethereum-Projekt Aztec hat am Mittwoch sein neues Ignition-Mainnet gestartet. Das ist ein wichtiger Schritt im Ethereum-Ökosystem, denn Aztec gehört zu den ersten Layer-2-Netzwerken, die vollständig von der Community gesteuert werden. Das Netzwerk läuft bereits, wird jedoch in den kommenden Wochen um zusätzliche Funktionen erweitert.
Die Ignition-Chain ist eine lauffähige Basisversion von Aztecs Layer-2-Netzwerk. Diese Kette kann Transaktionen verarbeiten und Blöcke produzieren. Die Schicht, die für Smart Contracts erforderlich ist, folgt später. Trotz der eingeschränkten Funktionalität gehört Aztec laut L2Beat direkt zu der kleinen Gruppe vollständig dezentralisierter Layer-2-Lösungen.
Auffällig an Aztec ist, dass kein Unternehmen und kein Entwicklerteam die Kontrolle hat. Das Projekt hat das Eigentum am Rollup-Vertrag aufgegeben und es gibt keinen zentralen Betreiber, der Transaktionen verarbeitet.
Nutzer oder externe Parteien müssen das Rollup-System selbst warten, wodurch die Kontrolle vollständig in den Händen der Community liegt.
In einer Nachricht an seine Mailingliste betonte das Team, dass es in den kommenden zwölf Monaten keine Nodes betreiben, kein Staking durchführen und keine Governance-Entscheidungen treffen darf. Damit positioniert sich Aztec als das erste vollständig von der Community gestartete Layer-2-Netzwerk auf Ethereum.
Mit dem Start können Inhaber der AZTEC-Token am Staking teilnehmen. Indem sie Token binden, helfen sie, das Netzwerk zu sichern und erhalten Blockbelohnungen. Laut dem Staking-Dashboard sind inzwischen mehr als 107 Millionen AZTEC gebunden.
Da Investoren und das Team nicht am Staking teilnehmen dürfen, stammt der Einsatz vermutlich größtenteils aus Token, die zuvor beim Genesis Sequencer-Verkauf veräußert wurden. Der Mindest-Einsatz für das Staking beträgt 200.000 AZTEC, was derzeit etwa 6.000 US-Dollar entspricht.
Aztec führt derzeit einen exklusiven Verkauf für Community-Mitglieder über ein Whitelist-Rundensystem durch. Seit dem Start am 13. November wurden 2,77 Millionen US-Dollar von über 2.200 Teilnehmern eingesammelt.
Wichtige Daten für den Verkauf sind:
Insgesamt werden im Rahmen des laufenden Verkaufs 14,95 Prozent des gesamten Token-Angebots verteilt. Die Token bleiben je nach künftiger Community-Entscheidung mindestens 90 Tage und höchstens 12 Monate gesperrt.
Nach Angaben von Aztec findet der Tokenverkauf mit einem Rabatt von 75 Prozent gegenüber den Bewertungen früherer Finanzierungsrunden statt. Das Projekt hatte zuvor mehr als 119 Millionen US-Dollar von Investoren wie Vitalik Buterin, Coinbase Ventures, Paradigm, a16z, Consensys und HashKey Capital eingesammelt.
Der Mindestpreis pro Token liegt bei 0,000010 ETH, rund 0,03 US-Dollar, was das Projekt auf eine Gesamtbewertung von etwa 310 Millionen US-Dollar bringt. Nicht verkaufte Token können von der Foundation zurückgeholt werden.
Am 6. Dezember eröffnet Aztec einen eigenen Uniswap-Pool mit 273 Millionen Token, was 2,64 Prozent des Gesamtangebots entspricht. Token, die über diesen Pool am Sekundärmarkt gekauft werden, unterliegen keinen Lock-ups. Das ermöglicht sofortigen Handel und Liquidität, sobald der Pool live geht.
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