Die jüngste Abweichung zwischen Bitcoin und großen Tech-Aktien könnte laut dem bekannten Analysten Arthur Hayes ein Warnsignal für einen größeren finanziellen Schock sein.
Obwohl sich diese Märkte lange Zeit weitgehend parallel bewegten, sieht Hayes die aktuelle Divergenz als Zeichen dafür, dass die Spannungen im Fiat- und Kreditsystem zunehmen, möglicherweise verstärkt durch die rasche Einführung von künstlicher Intelligenz.
Seiner Meinung nach fungiert Bitcoin als unmittelbarer Indikator für die globale Liquidität. Wenn das Kreditwachstum unter Druck gerät oder der finanzielle Stress zunimmt, reagiert Bitcoin in der Regel schneller als der traditionelle Finanzmarkt.
KI-getriebenes Jobverluste als Katalysator
Im Zentrum von Hayes’ Szenario stehen mögliche Jobverluste durch KI. Unternehmen nennen künstliche Intelligenz zunehmend als Grund für Entlassungen, und laut ihm könnte eine umfassende Verschiebung auf dem Arbeitsmarkt erhebliche Auswirkungen auf Verbraucherkredite und Hypotheken haben.

Wenn ein beträchtlicher Teil der Wissensarbeiter sein Einkommen verliert, könnte dies zu Kreditausfällen in Milliardenhöhe führen und die Bankbilanzen erheblich belasten. In einem solchen Szenario wären vor allem schwächere regionale Banken anfällig, was Kapitalflucht und ein Einfrieren der Kreditmärkte zur Folge haben könnte.
Von Kreditkrise zu Geldschöpfung
Hayes erwartet, dass die Zentralbanken in einem solchen Szenario letztlich wenig Wahl haben. Sobald die finanzielle Stabilität gefährdet ist, müsste die Federal Reserve erneut mit umfangreichen Liquiditätsspritzen oder anderen Formen der Geldschöpfung eingreifen, um das Bankensystem zu stützen.
Historisch gesehen sind solche Phasen der monetären Lockerung starke Triebkräfte für Kursanstiege bei Bitcoin und anderen knappen Assets. Laut Hayes könnte eine neue Welle der Geldschöpfung Bitcoin daher „nachhaltig vom Boden abheben“ und letztlich auf neue Rekordhöhen treiben.
Nicht die erste radikale Prognose
Diese ausgeprägte Sichtweise passt zu einer Reihe früherer makroökonomischer Prognosen von Hayes, bei denen er häufig auf Eingriffe der Zentralbanken und starke Kursanstiege bei Bitcoin setzt. Frühere Szenarien reichten von Liquiditätsunterstützung für japanische Anleihen bis hin zu hohen Kurszielen für Bitcoin als Reaktion auf neue Stimulierungsmaßnahmen.
Dies zeigt, dass seine Analyse weniger auf die exakte Timing-Frage abzielt und mehr auf ein strukturelles Muster: Finanzstress führt zu Geldschöpfung, und Geldschöpfung unterstützt Bitcoin.
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