Nach Wochen rückläufiger Investitionen scheinen Krypto-Fonds wieder den Weg nach oben gefunden zu haben. In der Woche vom 18. bis 24. März flossen weltweit 644 Millionen US-Dollar an neuem Kapital zu, womit eine historisch lange Abflussserie von fünf Wochen beendet wurde.
Amerikanische Investoren kehren als Erste zurück
Die Erholung wurde vor allem von amerikanischen Investoren getragen. Sie machten mit beeindruckenden 632 Millionen US-Dollar den Löwenanteil der Zuflüsse aus. In Europa blieb der Beitrag bescheiden: Fonds aus der Schweiz, Deutschland und Hongkong verzeichneten Zuflüsse von jeweils 15,9 Millionen, 13,9 Millionen und 1,2 Millionen US-Dollar.
Bitcoin (BTC) übernahm – wie so oft – die Führungsrolle. Der Marktführer verzeichnete über alle Handelstage der Woche hinweg Zuflüsse in Höhe von 724 Millionen US-Dollar. Selbst in Phasen, in denen Altcoins an Boden verloren, setzte der Kapitalstrom in Richtung Bitcoin unvermindert fort.
Gleichzeitig zogen sich Investoren zunehmend aus Short-Positionen auf Bitcoin zurück. Bereits in der dritten Woche in Folge wurden hier Abflüsse registriert, dieses Mal in Höhe von 7,1 Millionen US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass das Vertrauen der Anleger in einen weiter steigenden Kurs zunimmt.
Gemischte Signale bei Altcoins
Bei den Altcoins zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Ethereum (ETH) verzeichnete deutliche Abflüsse in Höhe von 86 Millionen US-Dollar. Auch Polkadot (DOT), Sui (SUI) und Tron (TRX) verloren Kapital, mit Rückgängen zwischen knapp unter einer Million und 1,3 Millionen US-Dollar.
Solana hingegen konnte 6,4 Millionen US-Dollar an frischem Kapital anziehen. Auch Polygon und Chainlink schlossen die Woche im Plus mit bescheidenen Zuflüssen von jeweils 400.000 und 200.000 US-Dollar. Zwar ist noch keine Altseason in Sicht, doch das Anleger-Sentiment scheint sich langsam zu drehen.
Die Erholung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Inflationszahlen niedriger ausfielen als erwartet. Das nährt die Hoffnung, dass Zinserhöhungen vorerst vom Tisch sind. Zudem konnte Fed-Chef Jerome Powell die Investoren bezüglich der potenziellen inflationären Auswirkungen von Trumps vorgeschlagenen Importzöllen beruhigen. Er bezeichnete diese als „vorübergehend“, was das Vertrauen in risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen stärkte.
Darüber hinaus wächst die Hoffnung, dass Trump den Umfang der neuen, ab dem 2. April geltenden Zölle einschränken wird. Diese Aussicht scheint auch dem Kryptomarkt einen positiven Impuls zu geben.
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