Der Bitcoin-Kurs (BTC) steht unter Druck und nähert sich einem entscheidenden Moment. Laut Analyst Rekt Capital muss BTC in dieser Woche über einer wichtigen technischen Grenze schließen, um einen weiteren Rückgang zu vermeiden.

Andernfalls könnte der Markt seiner Meinung nach in eine erneute Abwärtsbewegung geraten. Gleichzeitig gibt es auch Analysten, die eine neue Kursrally erwarten. Die Frage bleibt, wer am Ende recht behält.

Bitcoin-Kurs muss über 68.300 Dollar schließen

Rekt Capital konzentriert sich auf den sogenannten 200-Wochen-Exponential Moving Average, ein gleitender Durchschnitt, der den Trend über fast vier Jahre abbildet. Dieser Indikator gewichtet jüngere Preisdaten stärker und gilt als wichtiger Gradmesser für das langfristige Sentiment rund um Bitcoin.

Dem Analysten zufolge muss der Bitcoin-Kurs in dieser Woche über 68.300 Dollar schließen. Nur dann bleibt das Aufwärtsszenario technisch intakt. Ein Wochenschluss unter diesem Niveau würde bedeuten, dass die Verkäufer die Kontrolle übernehmen und eine tiefere Korrektur droht.

Rekt Capital weist auf frühere Bärenmärkte hin, in denen BTC unter der 200-Wochen-EMA schloss. Darauf folgte oft eine Erholung bis zu dieser Linie, die dann jedoch als Widerstand fungierte. Anschließend beschleunigte sich der Rückgang. Dieses Muster war 2022 deutlich sichtbar, als der Markt innerhalb kurzer Zeit Milliarden an Wert verlor.

Derzeit bewegt sich BTC um die 66.000 Dollar, knapp unter der entscheidenden Zone. Somit hängt das technische Bild an einem seidenen Faden.

Analysten uneins über BTC-Erwartungen

Nicht alle vertreten die düstere Sichtweise. Analyst Wei Zhao erklärt, dass Bitcoin nie wieder unter 66.000 Dollar fallen wird. Seiner Meinung nach bildet diese Zone den endgültigen Boden dieses Zyklus. Er bezeichnet das aktuelle Absinken sogar als „letzten Schmerztag“, bevor eine neue Kursrally beginnt.

Zhao erwartet, dass von hier aus der Weg Richtung 200.000 Dollar eingeschlagen wird. Im Vergleich zum aktuellen Kurs von etwa 66.000 Dollar bedeutet das ein potenzieller Anstieg von über zweihundert Prozent.

Andere Marktkenner bleiben vorsichtiger. Sie rechnen mit einem erneuten Test der 60.000-Dollar-Marke. In dieser Region befindet sich ein Cluster von Hebelpositionen. Fällt der Kurs darunter, könnten Zwangsliquidationen zusätzlichen Verkaufsdruck verursachen. Das würde den Rückgang weiter beschleunigen.

Vorerst scheint die Handelsspanne zwischen 60.000 und 72.000 Dollar intakt. Die kommenden Tage werden daher entscheidend für die Richtung des Bitcoin-Kurses sein. Schließt BTC überzeugend über 68.300 Dollar, könnte das Vertrauen zurückkehren. Bleibt dieser Ausbruch aus, steigt das Risiko einer neuen Korrektur in Richtung des unteren Endes der Bandbreite.

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