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Anfang April erlitt der Bitcoin (BTC) Kurs einen schweren Schlag, teilweise aufgrund der zunehmenden Spannungen um neue amerikanische Importzölle. Inzwischen ist der Schaden bereits wieder wettgemacht: der Kurs steht wieder weit über $100.000. Auffällig ist, wie verschiedene institutionelle Parteien in dieser Zeit ihre eigene Strategie verfolgten – mit teilweise widersprüchlichen Entscheidungen.
Eine der meistdiskutierten Bewegungen kommt vom Wisconsin Pension Fund. Aus einer Meldung bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC am 15. Mai geht hervor, dass das Fonds im ersten Quartal 2025 seine gesamte Position in BlackRock’s iShares Bitcoin Trust (IBIT) verkauft hat. Es handelte sich um einen Betrag von etwa $300 Millionen.
Der Verkauf fand in einer Zeit erhöhter Marktturbulenzen statt, kurz vor der Einführung der neuen Zölle am 2. April. Diese führten zu einer kurzen, aber heftigen Korrektur, bei der Bitcoin unter $75.000 fiel. Ob das Fonds die Zeit bewusst so wählte oder die Investition einfach umstrukturieren wollte, ist nicht bekannt. Was jedoch klar ist: Es nahm Gewinn in einem Moment, in dem der Markt unter Druck stand.
Was danach mit dem freigewordenen Kapital passiert ist, fällt außerhalb der aktuellen Berichterstattung. Ob das Fonds später wieder eingestiegen ist, bleibt unklar. Inzwischen hat Bitcoin seine Stärke bewiesen, indem es in kurzer Zeit wieder über $103.000 sprang.
Während das Wisconsin-Fonds seine Position abbaut, wählten andere große Namen gerade eine Erweiterung. So hat der Bankgigant Goldman Sachs letzte Woche sein Interesse am IBIT-Fonds deutlich vergrößert mit 6 Millionen zusätzlichen Aktien. Insgesamt besitzt die Bank jetzt fast 31 Millionen IBIT-Aktien, mit einem geschätzten Wert von $1,4 Milliarden – ein Anstieg von 28% im Vergleich zum vorherigen Bericht.
Auch Hedgefonds wie Brevan Howard, Jane Street und D.E. Shaw zeigen sich bullish auf Bitcoin. Die gemeinsamen Ankäufe dieser Parteien unterstreichen das zunehmende Vertrauen der institutionellen Anleger in die digitale Währung, insbesondere als langfristiges Investitionsinstrument.
Die Entwicklungen zeigen, dass große Anleger jeweils ihren eigenen Kurs steuern: Einige nehmen Gewinn nach starken Steigerungen, während andere gerade während einer Korrektur aufstocken. Mit dem aktuellen Kurs über $100.000 scheint das Sentiment vorläufig positiv – und bleibt Bitcoin ein ernsthafter Teil der Portfolios vieler finanzieller Schwergewichte.
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