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Während andere Altcoins bereits im vergangenen Monat grünes Licht für ein eigenes Spot-Exchange-Traded-Fund (ETF) erhielten, blieb XRP bemerkenswerterweise zurück. Das dürfte sich nun ändern. Die US-Börsenaufsicht hat nämlich einen entscheidenden Schritt in Richtung eines börsengehandelten Fonds für XRP gemacht.
Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat den 8-A-Antrag des Vermögensverwalters Canary Capital genehmigt, berichtet Analyst CryptoSensei auf X. Er nennt es „den Moment, auf den die gesamte Krypto-Welt gewartet hat“.
Dieses 8-A-Dokument ist eine formale Registrierung bei der SEC und markiert die letzte offizielle Hürde, bevor ein Fonds an der Börse gelistet werden darf. Der ETF soll in Kürze an der Nasdaq-Börse gestartet werden. Journalistin Eleanor Terrett gibt an, dass der Canary-ETF heute genehmigt werden könnte – die Börsennotierung folge dann morgen.
Auffällig ist, dass Canary Capital den eingereichten S‑1-Antrag zuvor bereits angepasst und die sogenannte „delaying amendment“ gestrichen hat. Dadurch ist keine zusätzliche Genehmigung der Division of Corporation Finance der SEC mehr erforderlich. Der Fonds kann dann nach 20 Tagen automatisch live gehen, sofern die Aufsicht keinen Einspruch erhebt. Das ist nicht geschehen – und mit der Genehmigung des 8‑A-Formulars wird es auch nicht mehr passieren.
Canary Capital ist übrigens nicht der einzige mit einem XRP-ETF-Antrag. Auch andere Vermögensverwalter sind mit eigenen XRP-Fonds im Rennen. So nahm Franklin Templeton in der vergangenen Woche dieselbe Anpassung vor, und auch Bitwise und 21Shares zählen bereits die Tage.
Obwohl der XRP-ETF von REX Shares und Osprey Funds bereits seit September am Markt ist, unterscheiden sich die neuen Fonds deutlich davon. So bietet der ETF von REX Shares nur eine teilweise Spot-Exponierung gegenüber XRP. Das bedeutet, dass der Fonds nicht vollständig in die digitale Währung investiert, sondern einen Teil auch in andere Produkte wie Futures anlegt.
Der kommende ETF von Canary Capital hingegen hat zu 100 Prozent eine direkte Exponierung zum Token. Damit ist er der erste echte Spot-ETF für XRP.
Andere Altcoin-ETFs, etwa die von Solana (SOL), Litecoin (LTC) und Hedera (HBAR), gingen bereits Ende Oktober live, nachdem auch sie die „delaying amendment“ angepasst hatten. Auffällig ist dabei, dass sich vor allem die Solana-ETFs ausgesprochen gut schlagen. In den vergangenen 11 Handelstagen gab es ausschließlich Nettozuflüsse, wie Daten von Farside zeigen. Insgesamt flossen 351 Millionen Dollar in die Solana-Fonds.
Anders als bei Solana verzeichneten die Fonds für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) durchaus Phasen mit kräftigen Abflüssen. Am vergangenen Freitag flossen 558,4 Millionen Dollar aus den BTC-ETFs ab, gestern hingegen wurde wieder ein Zufluss von 524 Millionen Dollar verbucht. Bei Ethereum hingegen gab es gestern weiterhin Abflüsse – ein Minus von über 100 Millionen Dollar.
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