Bitcoin (BTC) scheint das Jahr mit Verlusten abzuschließen. Laut dem Krypto-Analysten Ali Martinez befindet sich der Markt mittlerweile in einem Bärenmarkt. Er warnt sogar vor einem Szenario, in dem der Bitcoin-Kurs im Jahr 2026 auf 37.500 Dollar sinken könnte.
Bitcoin-Kurs folgt laut Analyst einem konstantem Muster
In einer ausführlichen Analyse auf X erklärt Martinez, dass der Bitcoin-Kurs seit Jahren einem auffällig konstanten zyklischen Muster folgt. Dabei betrachtet er vor allem die Dauer der Marktzyklen und nicht nur die Preisniveaus. Im Durchschnitt dauert es laut ihm etwa 1.064 Tage vom Tiefpunkt bis zu einem neuen Höchststand des Zyklus.
Diese Zeitspanne war laut ihm in früheren Zyklen deutlich erkennbar. Vom Anfang 2015 bis Ende 2017 lagen genau 1.064 Tage zwischen Tiefpunkt und Hoch, woraufhin eine starke Korrektur folgte. Der Bärenmarkt dauerte dann 364 Tage, bis Ende 2018 ein neuer Tiefpunkt erreicht wurde.
Auch im Zeitraum von 2018 bis 2022 wiederholte sich dieses Muster. Erneut lagen mehr als 1.000 Tage zwischen Tiefpunkt und Hoch, gefolgt von einer Korrekturphase von etwa einem Jahr. Martinez sieht darin ein strukturelles Muster.
Wendet man dieses Modell auf den aktuellen Markt an, scheint der Tiefpunkt im November 2022 bei einem Kurs von 15.500 Dollar zu liegen. Addiert man 1.064 Tage dazu, kommt man auf Oktober 2025. In dieser Zeit erreichte Bitcoin tatsächlich einen Rekordpreis von über 126.000 Dollar.
Neue Korrektur droht laut Martinez
Besonders besorgniserregend ist laut Martinez das, was danach geschieht. In früheren Bärenmärkten verlor Bitcoin jedes Mal einen Großteil seines Wertes. Zwischen 2017 und 2018 fiel der Kurs um 84 Prozent. Von 2021 bis 2022 betrug der Rückgang etwa 77 Prozent.
Im Schnitt entspricht das einer Korrektur von achtzig Prozent. Sollte sich dieses Szenario wiederholen, liegt der Tiefpunkt im Oktober 2026 bei etwa 37.500 Dollar.
Halbierungszyklus versus ‚Money Cycle‘
Nicht alle stimmen mit Martinez überein. Analysten wie Raoul Pal und Cathie Wood weisen vielmehr auf den sogenannten ‚Money Cycle‘ als wichtigste treibende Kraft hin. Laut dieser Theorie entstehen Bullenmärkte vor allem, wenn Zentralbanken massiv Liquidität in das Finanzsystem einspeisen.
In den letzten Jahren verfolgte die amerikanische Zentralbank eine restriktive Politik, aber das ändert sich jetzt. Im Dezember wurde der Zinssatz gesenkt und die restriktive Politik beendet. Fed-Vorsitzender Jerome Powell kündigte zudem an, dass die Zentralbank monatlich Staatsanleihen im Wert von 40 Milliarden Dollar aufkaufen wird.
Diese zusätzliche Liquidität sucht nach Rendite. Und das könnte 2026 zu neuen Preissteigerungen auf den Finanzmärkten führen.
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