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Algerien hat ein neues Gesetz eingeführt, das alle Aktivitäten mit Kryptowährungen verbietet. Es betrifft Handel, Besitz, Mining und Promotion von digitalen Währungen. Die Maßnahme, die am 24. Juli in Kraft trat, erweitert das frühere Verbot aus 2018 aus. Damals wurde der Besitz und der Austausch von Kryptowährungen verboten, aber Mining blieb erlaubt.
Die algerische Regierung stellt fest, dass das Verbot notwendig ist, um Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus zu bekämpfen. Das Gesetz ergänzt die Regeln aus 2005, die darauf abzielen, finanzielle Verbrechen zu verhindern. Verstöße können Gefängnisstrafen von zwei bis zwölf Monaten und/oder eine Geldstrafe zwischen 200.000 und 1 Million Dinar (etwa 1.500 – 7.700 $) nach sich ziehen. Schwere Verbrechen, wie organisierte finanzielle Kriminalität, können zu noch härteren Strafen führen.
Während viele Länder Kryptoregeln lockern, wählt Algerien einen härteren Ansatz. Selbst China, das jahrelang eine strenge Politik betrieb, kündigte früher diesen Monat eine Lockerung an. Das frühere Verbot in Algerien hat zudem nicht verhindern können, dass der Kryptomarkt wuchs.
„Algerien ist mittlerweile das sechstgrößte Land in der MENA-Region in Bezug auf empfangene Kryptowerte,“ sagt Matthias Bauer-Langgartner, Leiter Policy Europe bei Chainalysis. Er betont, dass breite Verbote laut internationalen Organisationen wie der FATF „schwierig effektiv“ sind.
Laut Experten wirken totale Verbote oft kontraproduktiv. Bauer-Langgartner warnt, dass Kryptotransaktionen dadurch auf den Schwarzmarkt verschoben werden, wo Benutzer ungeschützt sind. Dies erschwert die Überwachung und Aufdeckung illegaler Aktivitäten.
Ari Redbord, Politikdirektor bei TRM Labs, ergänzt: „Es ist fast unmöglich für ein Land, ein Verbot vollständig durchzusetzen. Transaktionen finden über Grenzen hinweg und über ausländische Plattformen statt. In Ländern wie China, Indien und Nigeria gingen Krypto-Aktivitäten trotz Verbote einfach weiter.“
Immer mehr Experten plädieren für intelligente Regulierung statt eines Totalverbots. Durch die Anerkennung und Regulierung von Handelsplattformen können Regierungen eine bessere Überwachung durchführen und Verbraucher schützen. Gleichzeitig bleibt Raum für Innovation.
„Statt zu verbieten, ist Regulierung ein effektiverer Ansatz,“ sagt Redbord. „Es macht Aktivitäten sichtbar, erleichtert die Durchsetzung und sorgt für ein sichereres Ökosystem.“
Mit diesem neuen Verbot geht Algerien gegen den internationalen Trend der Liberalisierung vor. Experten bezweifeln, ob dieser harte Ansatz langfristig erfolgreich sein wird.
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